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Freundschaft, 3
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AlienVibe Offline
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Beitrag: #11
 
Was für ein Cliffhanger ... irgendwie finde ich den schlimmer als die, die Du zuvor hier produziert hast ... Da´an auf Ma´els Schiff? Iiiiieeeek ...
Der impulsive, zupackende Liam, dem das Vorgenommene nicht auf Anhieb gelingt und der sich mühsam zu ruhigem Überlegen zwingt, ist sehr gut charakterisiert - in der Serie erlebe ich ihn oft genau so.
Wie irgendwer es bis zur nächsten Fortsetzung aushalten soll, ist mir vollkommen unklar ...

Aber daß Du jetzt noch einmal Urlaub hast und in die Sonne kommst, finde ich richtig gut *hat das Taoynin schon lange gewünscht, weil diese das dringend braucht* - laß' es Dir total gut gehen! Das ist nämlich der Sinn der Sache - vor allem, wenn es dann auch noch Weihnachtszeit ist und Jahreswechsel - hab' eine gute Zeit und richtig Spaß in 2002! Lächeln Lächeln Lächeln
*freut sich - natürlich uneigennützig - darüber, daß Taoynin jetzt viel Zeit zum Weiterschreiben hat Lächeln Lächeln Lächeln *
24.12.2001 02:40
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Anne Lisa Offline
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Beitrag: #12
 
Ich stimme Vibe zu...was für ein Cliffhanger!!!

Woher weis Da'an von Ma'els Schiff und wieso ist er jetzt gerade hier. Liam Versuch an die Daten heranzukommen, finde ich sehr gut beschrieben. Ob man da von Hintergehen sprechen kannVerwirrt? Ich hoffen, meine Fragen werden in der nächsten Folge geklärtLächeln Lächeln
24.12.2001 16:30
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Obi-Wahn Offline
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Beitrag: #13
 
Das ist echt ein mieser Cliffhanger!!! Zwinkern
Er lässt so viele Fragen offen!! Aber AlienVibe und Anne Lisa haben sie schon gestellt Traurig Zwinkern Ruhiges Wf und gRiNJ !!!

Teufel Lächeln

Hin und wieder ist alles relativ!
24.12.2001 18:46
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Taoynin Offline
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Beitrag: #14
 
Danke fürs Feedback. Lächeln Lächeln Lächeln Im Urlaub hatte ich zwar nicht soviel Gelegenheit zum Schreiben (habe tagsüber so doll im Meer herumgetobt, daß ich abends zu müde war), aber die Ruhe hat mir auf jeden Fall gutgetan.

Und nun gehts weiter.



*******************************************


"Irgend etwas zu entdecken?" Sandovals Stimme klang unwillig. Er rutschte unruhig in seinem Sitz hin und her, um eine bessere Position zu finden und um seinen Arm abzustützen. Sie flogen jetzt schon eine ganze Weile, und er fühlte, wie die Kraft in seiner Hand langsam erlahmte.

Go'rik warf ihm einen undefinierbaren Blick zu, gab aber keine Antwort.

"Drosseln Sie die Geschwindigkeit", bestimmte der FBI-Agent.

Diesmal sah ihn der Jaridian überrascht an. "Ihr Menschen müßt über ein außergewöhnliches Sehvermögen verfügen, wenn Sie aus dieser Höhe etwas erkennen können", sagte er, während er die Geschwindigkeit zurücknahm. Er verließ sich allein auf seine Sensoren und orientierte sich anhand einer topographischen Karte, die auf einem Monitor wiedergegeben wurde. Sandoval hatte ihn ebenfalls im Blickfeld, aber während ihres relativ schnellen Fluges hatte sich die Darstellung ständig verändert, so daß es ihm nicht möglich war, ihr zu folgen. Sollte Go'rik ruhig annehmen, daß er über besondere Fähigkeiten verfügte. Das würde ihn wohl hoffentlich davon abhalten, irgendwelche Tricks anzuwenden. Sandoval befand sich durch die Waffe zwar im Vorteil, aber er war deshalb nicht weniger vorsichtig. Angestrengt starrte er auf den Monitor. Wo mochten sich Zo'or und Tyler versteckt halten? Wieweit konnten sie gekommen sein?

"Nichts. Nicht die geringste Spur", bemerkte der Jaridian nach einer Weile und kontrollierte erneut seine Instrumente. "Wo sollen wir jetzt suchen? Oder haben sich Ihre Pläne mittlerweile geändert?"

Sandoval starrte ihn finster an. Er spürte die Genugtuung des Kriegers, weil er ebenso erfolglos war wie sie. Nachdenklich rieb er sich die Nase. Als ihm seine Nachlässigkeit bewußt wurde, nahm er rasch die Hand herunter und richtete die Waffe wieder auf Go'rik. Ihre Blicke trafen sich, und er bemerkte das Funkeln in den Augen seines Gegenübers. Der Jaridian hätte die Situation für sich nutzen können, doch Sandoval sah darin nur den Beweis, daß ihn Go'rik für zu gefährlich hielt und kein Risiko eingehen wollte. "Wir werden die gleiche Strecke noch einmal abfliegen", erklärte er. "Diesmal dicht über den Boden und mit sehr geringer Geschwindigkeit."

Der Jaridian gehorchte widerspruchslos, obwohl seiner Haltung zu entnehmen war, daß er dies für reine Zeitverschwendung hielt. Aber Sandoval wußte selbst, daß diese Vorgehensweise alles andere als effektiv war. Er befand sich in einer ungünstigen Lage. Zu einem kannte er das Terrain nicht, und zum anderen saß er zu weit vom Monitor weg, um wirklich alle Einzelheiten erkennen zu können. Seine Chancen stünden beträchtlich besser, könnte er mit dem Jaridian zusammenarbeiten und auf dessen Kenntnisse zurückgreifen. Doch diese Möglichkeit hatte er sich verbaut.

Go'rik hegte ähnliche Gedanken. Im Augenblick profitierte einzig und allein der Taelon. Er konnte sich in aller Ruhe ein sicheres Versteck suchen, um dann einfach abzuwarten. Ra'nun hatte ihm zwar versichert, daß die Synode kein Wagnis eingehen würde, ein Rettungsteam in die neutrale Zone zu schicken, aber er konnte sich dieser Meinung nicht anschließen. Die Taelons waren dafür bekannt, daß sie das eigene Risiko dadurch verringerten, indem sie einfach eine ihrer Söldnertruppen losschickten.

Erneut warf er Sandoval einen Blick zu. Alles in ihm drängte danach, den Menschen an seiner Seite einfach niederzustrecken, um die Suche dann wieder selbst aufzunehmen. Dennoch unterdrückte er dieses Begehren. Den Fremden zu töten, bedeutete letztendlich nichts anderes, als die eigene Unfähigkeit vertuschen zu wollen. Immerhin war es diesem Mann gelungen, ihm trotz seiner körperlichen Unterlegenheit die Waffe abzujagen. Ein Gefühl der Verbitterung regte sich in ihm. Das Leben auf diesem Planeten hatte sie verändert. Wo war der stolze, ruhmreiche Krieger, der er einst gewesen war? Nur die feigen und schwachen Soldaten erlaubten sich den Gedanken einer billigen Rache.

"Ich vermute, daß es dem Taelon und seiner Begleiterin gelungen ist, die Schluchten zu erreichen, denn dort können sie von unseren Sensoren nicht erfaßt werden", sagte er nach einer Weile. Als er sich der Aufmerksamkeit Sandovals sicher war, deutete er auf den Monitor. Dort gab es einen Bereich, der eine weiße Fläche aufwies.

Sandoval sah durch die Frontscheibe des Shuttles, um diesen Punkt zu bestimmen. "Das ist ein weiter und beschwerlicher Weg. Ich glaube kaum, daß wir sie dort finden können."

"Das werden wir auch nicht", entgegnete der Jaridian und reagierte mit einem Kopfschütteln auf das verblüffte Gesicht an seiner Seite. "Ich sagte doch: dieses Gebiet kann von den Sensoren nicht erfaßt werden. Es gibt zu viele Störungen."

"Woher sollte Zo'or wissen, daß er ausgerechnet dort sicher ist?"

"Er ist ein Taelon", sagte Go'rik, als müßte dies alles erklären.

Erneut versuchte Sandoval die Entfernung zu bestimmen. "Zo'or könnte es vielleicht schaffen, aber nicht Tyler. Es ist zu heiß. Sie braucht Wasser."

"Es gibt unterirdische Quellen. Außerdem wächst hier eine Pflanze, die in ihrer Frucht Wasser speichern kann. – Ich schlage vor, daß wir dieses Plateau ansteuern. Es ist die einzige Möglichkeit, von dieser Seite aus die Schluchten zu erreichen."

Sandoval suchte nach der Falle hinter seinen Worten, aber letztendlich blieb ihm nichts anderes übrig, als auf den Vorschlag des Jaridian einzugehen. Sie hatten bereits zuviel Zeit verloren. "Einverstanden", sagte er. "Fliegen Sie uns dorthin."


***


Jemen stand vor einer Felswand, auf der anscheinend wahllos einige Schriftzeichen gemalt worden waren. "Was halten Sie davon?" fragte sie Zo'or, als er neben sie trat. Er hatte nur einen kurzen Blick dafür übrig und wandte sich sofort wieder ab. "Es ist bedeutungslos."

"Bedeutungslos?" wiederholte sie überrascht. "Das sind Taelon-Schriftzeichen."

Doch Zo'or war schon weitergegangen. "Ihre Neugierde ist manchmal unerträglich, aber diesmal war sie ausnahmsweise einmal nützlich", verkündete er nach einer Weile. "Hier ist eine ganz passable Stelle, die wir für unseren Abstieg nutzen können"

Jemen blieb weiterhin vor der Wand stehen und berührte mit ihren Fingern vorsichtig die Zeichen. "Stammt das von den Taelons, die früher diesen Planeten bewohnt haben?"

Zo'or wollte erst abweisend antworten, doch dann sagte er: "Das ist richtig. Es sind sehr alte Zeichen. Sie werden davon noch mehr entdecken, weil wir uns langsam der Kolonie nähern." Doch Jemen wurde irgendwie das Gefühl nicht los, daß er dies nur sagte, um sie von weiteren Fragen abzuhalten. So als sei ihm das, was er gelesen hatte, unangenehm... Erneut strich sie über die Symbole. Di'mag hatte ihr mal ein paar Schriftzeichen erklärt und versucht, ihr die besondere Art des Lesens beizubringen, das Fühlen der Worte. Aber sie hatte sich dabei nicht besonders geschickt angestellt. Vielleicht, weil es eine besondere Art der Konzentration verlangte, die zu diesem Zeitpunkt nicht aufbringen konnte, und weil sie sich zu schnell von anderen Dingen ablenken ließ. Es war viel interessanter, ihn dabei zu beobachten, wie er die Worte aussprach, weil er dabei besonders vergnügt wirkte. So war es nur bei einem Versuch geblieben, den sie niemals wiederholt hatten. Jetzt bedauerte sie es, daß sie so wenig Interesse gezeigt hatte. Nicht nur, weil ihr jetzt verwehrt blieb, die geheimnisvoll anmutende Botschaft zu lesen. Sie hatte sich auch selbst die Möglichkeit genommen, mehr über ihn zu erfahren. Seufzend wandte sie sich ab.

Der Abstieg war – gemessen an dem, was sie bereits bewältigt hatte – ein Kinderspiel. Dennoch war Jemen völlig erschöpft, als sie die Talsohle erreichte. Sie suchte sich einen schattigen Platz und ließ sich dort nieder. "Wie weit ist es noch bis zur Kolonie?" fragte sie müde.

"Wir haben es bald geschafft", erwiderte Zo'or, der in einigem Abstand von ihr stehengeblieben war.

"Wie schön...", murmelte sie und schloß die Augen.

Der Taelon musterte sie kurz und wandte sich dann wieder ab.

"Zo'or?" Jemen hatte sich noch einmal aufgerappelt, um ihre Jacke als Unterlage zu benutzen. "Sie sagten anfangs, daß dieser Planet einer der ersten Kolonien war, die von den Jaridian angegriffen wurde. Ich habe zwar keine Ahnung, wie lange Ihr Krieg schon dauert... aber müssten die Überlebende, wenn es denn welche gab, nicht schon längst tot sein?"

"Sha'bra", fuhr er sie an. "Ich kenne keinen Menschen, der derart viele Fragen stellt. Nutzen Sie die Zeit, um sich auszuruhen. Andernfalls sehe ich mich gezwungen, Ihre Pausen zu verkürzen."

Jemen sah ihn überrascht an. Er war sicher nicht der Umgänglichste seiner Art, aber derartig heftig zu reagieren, war nicht nur unangemessen, es wirkte auch im höchsten Maße beunruhigend. Als befände er sich im Streß, überlegte sie. Ob es etwas mit den Schriftzeichen zutun hatte und über die er so leichtfertig hinweggegangen war? Offenbarten sie vielleicht eine Wahrheit, die ihm unangenehm war? – Spekulationen... Sie nützten ihr wenig, und eine weitere Frage an ihn zu richten, wagte sie nun doch nicht mehr. Stirnrunzelnd rollte sie sich auf ihrer Jacke zusammen, während sie ihm einen letzten Blick zuwarf. Er wirkte orientierungslos. Wie konnte er orientierungslos sein, wenn er den Weg kannte? Noch während sie diesem letzten Gedanken nachhing, schlief sie ein.
11.01.2002 01:43
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Anne Lisa Offline
Baumbewohner

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Beitrag: #15
 
Sandoval läßt den Jaridian in dem Glauben alles im Griff zu haben und glaubt auch dass der Jaridian für gefährlich hält. Mag zwar stimmen, aber er sieht nur momentan keinen Sinn darin, Sandoval auszuschalten. Er wartet sicher nur auf eine Gelegenheit die für ihn Erfolg verspricht. Derzeit herrscht also ein Pattsituation und beide sind aufeinander angewiesen.
Jemen enddeckt Taelonzeichen in der Höhle und Zo'or hält sie für nutzlos. Ich werde das Gefühl nicht los, dass Zo'or nur davon ablenken will. Sha'bra ist ein Lieblingswort von Zo'or und seine Reaktion auf Jemens Frage ist schon etwas eigenartig.

Schön dass du wieder da bistLächeln Lächeln
11.01.2002 12:50
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AlienVibe Offline
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Beitrag: #16
 
Schön, daß Du wieder da bist, und daß Dein Urlaub gut war! Lächeln Lächeln Lächeln
Daß Du in diesem Teil zwei Handlungsstränge auf einander zu führst, gefällt mir. Und Go'rik, dessen Gedanken bezüglich der Situation mit Sandoval Einblick in den Ehrenkodex der Jaridian geben, ist treffend charakterisiert ...
Zo'ors Reaktion auf die Schriftzeichen und sein Verhalten Jemen gegenüber macht mich sehr neugierig - weil er auch meinem Empfinden nach unter Streß steht, weil die Schriftzeichen etwas ihm Unangenehmes besagen, vielleicht etwas Gefährliches, etwas sehr Beschämendes oder etwas, was seine Position schwächen würde, wüßte Jemen davon ... Man könnte in die Versuchung kommen, zu vermuten, der Inhalt der Schriftzeichen könnte etwas mit dem zu tun haben, was vielleicht Da' an und Liam auf Ma'els Schiff noch beschäftigen wird - das ist jetzt allerdings reine Spekulation. Jedenfalls steckt in diesem Teil eine ziemliche unterschwellige Spannung, auch wenn scheinbar nicht viel passiert ...
*freut sich sehr auf eine baldige Fortsetzung Lächeln Lächeln Lächeln *
11.01.2002 13:38
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Emma Offline
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Beitrag: #17
 
Das glaube ich jetzt nicht! Da warte ich sehnsüchtig auf eine Fortsetzung und dann ist schon eine da! Ich hab den Teil mit Ma'els Schiff wohl vor Weihnachten nicht mehr gesehen und danach war er dann schon zu weit nach hinten gerutscht. Sehr schade, denn die Wendung, dass Da'an Liam dort abpasst und zur Rede stellt, ist wirklich ausgesprochen spannend! Woher weiß Da'an von dem Schiff? Ist er Liam gefolgt oder weiß er es vielleicht von Doors? Oder wusste er es gar von Anfang an? Ich denke bei Da'an ist alles möglich. Ich bin mehr als gespannt, wie die Fortsetzung dieses Handlungsstrangs aussehen wird!

Im zweiten Teil gefällt mir wie Vibe, dass hier zwei Handlungsstränge aufeinander zu laufen. Es ist eine schöne Parallele, wie sich hier zwei mal zwei Personen jeweils voller Misstrauen gegenüberstehen. In beiden Fällen wäre es besser, wenn sie richtig miteinander kooperieren würden, doch sie können sich nicht vertrauen. Hier spielt sich spannendes Wechselspiel von Zusammenarbeit und Distanzierung ab! Toll gemacht!
Sowohl Sandoval wie auch Go'rik sind offensichtlich nicht ganz auf der Höhe ihrer Kräfte. Das macht ihre Begegnung noch interessanter. Es ist stets die Frage, wer als nächstes einen Fehler macht und ob der andere diesen ausnützen wird. Das gibt für mich dem ganzen diese untergründige Spannung von der Vibe spricht.
Demgegenüber kommt mir das Verhältnis zwischen Zo'or und Jemen fast entspannt vor. Zwinkern Nein, natürlich nicht wirklich, aber bei ihnen läuft die Interaktion schon eine Ecke persönlicher ab, obwohl keiner von beiden das will. Es sieht ganz so aus, als ob Zo'ors Fassade so langsam unter Jemens hartnäckigen Fragen Risse bekommt. Fürs erste hat er sie zwar abgeschreckt weiterzubohren, aber ich schätze mal, dass sie, wenn sie wieder etwas ausgeruhter ist und besser nachdenken kann, die Sache nicht auf sich beruhen lassen wird.
Und natürlich stellt sich auch die Frage, was das auf der Wand stand. Wenn die Kolonie von den Jaridians schon zu Beginn des Krieges zerstört wurden, so haben die Taelons, die hier lebten und die Schriftzeichen angebracht haben, ja vermutlich noch ein ganz anderes Leben geführt und wohl auch ganz andere Wertvorstellungen gehabt als die jetzigen. Ich erinnere mich, dass Zo'or sehr heftig reagierte, als er herausfand in welchem Verhältnis Jemen und Di'mag standen und als Da'an andeutete, dass Zo'or auch eine besondere Beziehung zu Di'mag hatte. Hat Zo'ors Reaktion vielleicht etwas damit zu tun?
11.01.2002 15:27
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Obi-Wahn Offline
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Beitrag: #18
 
Du schreibst immer die längsten Feedbacks Emma! *g*
Ich stell mir das Gekraxel im Canyon richtig "lustig" vor und wie sich Zo`or un Jemen immer wieder streiten! *g*

Teufel

Hin und wieder ist alles relativ!
11.01.2002 18:19
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Taoynin Offline
Baumbewohner

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Beitrag: #19
 
Vielen Dank für euer Feedback.Lächeln Lächeln Lächeln

Jetzt hat es doch wieder so lange gedauert mit der Fortsetzung. Dabei hatte ich mir doch vorgenommen, etwas schneller zu posten. Aber irgendwie war ich noch nicht ganz zufrieden mit dem Stück. Im Moment geht es leider auch nur häppchenweise. Ich habe zuviele Gedanken im Kopf, die sich einfach noch nicht bändigen lassen. Grinsen
Was eure Fragen und Überlegungen angeht, so müsst ihr euch noch etwas gedulden. Zwinkern

******************

"Da'an!" Fassungslos starrte er auf den Taelon, der langsam näherkam und sich dabei umsah. "Es ist nicht so, wie Sie denken."

"Ach, nein? Und das hier?" Da'an machte eine ärgerliche Handbewegung, die seiner Umgebung galt.

"Ma'els Schiff", sagte Liam und hätte sich im nächsten Augenblick dafür ohrfeigen können. Indem er preisgab, daß er wußte, wo sie sich befanden, gab er auch gleichzeitig zu, dieses Wissen bereits seit längerer Zeit mit sich herumgetragen zu haben. Und das war in der gegenwärtigen Situation alles andere als taktisch klug. "Ich hatte keine andere Wahl", verteidigte er sich, obwohl er wenig Hoffnung hatte, daß ihm sein Companion Glauben schenkte. "Ich mußte Doors mein Wort geben, daß ich Ihnen hiervon nichts erzähle."

Da'an starrte ihn abweisend an.

"Wie sind Sie überhaupt hierher gekommen?" fragte der junge Beschützer und gab sich selbst die Antwort. "Sie haben mich überwachen lassen, nicht wahr?"

"Tatsächlich war das nicht der Fall", erwiderte der Taelon, "doch muß ich mich jetzt fragen, ob das nicht ein Fehler war. Als Sie mich damals in Ihr Vertrauen zogen und mich zum Quartier der Widerstandsbewegung führten, da glaubte ich, es wäre ein guter Anfang für eine gemeinschaftliche Arbeit, die beiden Seiten dienlich sein würde. Aber tatsächlich hat es Sie nicht davon abgehalten, mir gewisse Informationen vorzuenthalten."

"So wie Sie es tun?" entfuhr es Liam impulsiv.

Da'an ignorierte den Vorwurf. "Sie wußten, wie wichtig es war, Ma'els Forschungsergebnisse zu finden", sagte er mit einer Stimme, die weit davon entfernt war, auch nur den Hauch einer Entschuldigung zu akzeptieren. "Sein Manuskript enthält die Antworten auf unsere Fragen. Es ist der Schlüssel zu einem besseren Verständnis zwischen Taelons und Menschen und im Augenblick auch das einzige Mittel, den derzeitigen Kurs der Synode zu stoppen. Aber in Ihrem fortwährenden Bemühen, hinter jeder meiner Worte ein unehrenhaftes Motiv zu vermuten, verschlossen Sie Ihre Augen vor dem Offensichtlichen." Noch nie hatte Da'an in diesem Ton mit seinem Beschützer gesprochen. Er schien auch nicht bereit, in irgendeiner Form Nachsicht zu üben, so als habe seine Geduld das erträgliche Maß überschritten.

Und genau das machte Liam stutzig. Bei all seinen verbalen Angriffen gegenüber Da'an in der Vergangenheit war er hauptsächlich darauf aus gewesen, dessen stoische Gelassenheit zu durchbrechen, weil er dahinter ein Desinteresse an dem Schicksal der Menschheit vermutet hatte. Tatsächlich aber hatte sich sein Companion, wie er jetzt erkannte, ihm gegenüber viel zurückhaltender benommen, als es seinem Naturell entsprach, vermutlich um einen offenen Konflikt zu vermeiden und ihre beider Verbindung zu schützen. Doch genau diese Verbindung geriet nun in Gefahr... durch ein 2000 Jahre altes Manuskript. Was an Ma'els Forschungen war so wichtig, daß Da'an derart heftig reagierte? Ging es wirklich nur um die Möglichkeit einer gleichberechtigten Existenz?

"Wie lange?" Da'ans Stimme klang seltsam gepreßt, weil er danach trachtete, den Zorn aus sich zu verbannen. "Wie lange wissen Sie schon von dem Schiff?"

Liam zögerte. Er wollte nicht lügen, doch mochte sich die Wahrheit hier als fataler erweisen. In der gegenwärtigen Situation riskierte er nicht nur den völligen Bruch ihrer ohnehin schon stark belasteten Freundschaft, er mußte auch davon ausgehen, daß sich Da'an gegen ihn und den Widerstand wandte. Bisher hatte diese Verbindung wie ein Puffer gewirkt und größeren Schaden verhindert. Deshalb wählte er seine nächsten Worte mit größter Sorgfalt aus. "Es ist unerheblich, seit wann ich von dem Schiff weiß", sagte er und bemühte sich, weder anmaßend noch provozierend zu klingen. "Ich bin zufällig darauf gestoßen... und Sie können mir glauben, wenn es eine Möglichkeit gegeben hätte, Sie darüber zu unterrichten, dann hätte ich das auch getan."

"Nennen Sie es ruhig bei seinem Namen", sagte Da'an und fixierte ihn aus unerbittlichen Augen. "Sie mißtrauten mir. Sie haben mir nie verziehen, daß ich seinerzeit den Widerstand verriet, um meine Position innerhalb der Synode zu sichern, obwohl dies auch im Interesse der Menschheit geschah."

"Das hier hat nichts mit Mißtrauen zutun“, entgegnete Liam. „Wenn wir eines aus der Vergangenheit gelernt haben, dann doch wohl, daß man gewisse Dinge nicht aufhalten kann. Ab dem Augenblick, da Sie von dem Schiff gewußt hätten, hätte man nicht mehr ausschließen können, daß auch Zo'or davon erfährt. Und selbst, wenn es Sie es für eine Weile vor ihm und der Synode hätten verheimlichen können... was nützt Ihnen das Schiff, wenn Sie nicht an die Daten herankommen?"

"Wir hätten gemeinsam einen Weg finden können."

Liam schüttelte den Kopf. "Doors hätte das nicht niemals zugelassen, und das wissen Sie." Aufmerksam musterte er den Taelon, der nun neben ihn trat und auf die Konsole niederblickte, an der sich sein Beschützer zuvor vergeblich abgemüht hatte. Die Hände des Außerirdischen hoben und senkten sich und offenbarten eine unerwartete Unentschlossenheit. Liam bewertete dies als ein positives Zeichen. Offenbar war Da'an mit der Situation ebenso überfordert wie er. Abwartend blickte er seinen Companion an, doch als dieser nicht reagierte, beschloß er, selbst wieder die Initiative zu ergreifen. "Sie müssen das Schiff verlassen, Da'an", sagte er und fügte sogleich hinzu: "Wenn Sie hier entdeckt werden, riskieren Sie, daß Doors alles zerstört."

Da'an warf ihm einen kurzen Blick über die Schulter zu.

"Geben Sie mir den Zugangscode für die Datenbanken. Ich werde alles herunterladen und Ihnen dann folgen." Liam wurde langsam nervös. Irgendwann würde es auffallen, dass der Wachposten nicht mehr vor der Höhle stand. Spätestens dann, wenn er auf einen Kontrollanruf nicht mehr reagierte oder die Ablösung kam. „Da’an... bitte!“ drängte er.

"Sie erwarten allen Ernstes, daß ich Ihnen noch vertraue? Wer gibt mir die Garantie, daß Sie nicht mit Doors unter einer Decke stecken? Immerhin haben Sie nie einen Hehl daraus gemacht, daß Sie vor allem anderen ein Mensch sind, der niemals seine eigene Art verrät. Aus welchem Grund sollten Sie mir die Daten überlassen und sie nicht statt dessen als Druckmittel gegen die Synode verwenden?"

"Verdammt, Da'an", platzte es unbeherrscht aus Liam hervor. "Ich bin nicht Ihr Feind..."

"Aber auch nicht mein Freund", erwiderte der Taelon kalt. "Und im Augenblick ist es mir nicht möglich, Ihnen zu trauen." Er wandte sich wieder der Konsole zu und legte seine Hand auf die dunkle Oberfläche. Liam wußte nicht, was er vorhatte, aber in seinem Inneren schrillten sämtliche Alarmglocken. "Nein", stieß er hervor und legte seine Hand reflexartig neben die Da'ans. Fast augenblicklich aktivierte sich die Konsole. Ein Bildschirm flammte auf, zeigte Taelonzeichen, die ohne jede erkennbare Ordnung auftauchten und verschwanden. Bevor er sich aber darauf konzentrieren konnte, begann die Luft um ihn herum zu flimmern. Die Umgebung löste sich explosionsartig in einem Energieschauer auf. Dann riß ihn etwas fort...
24.01.2002 00:37
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AlienVibe Offline
Baumbewohner

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Beitrag: #20
 
Was für ein Teil! Und was für ein hundsgemeiner Cliffhanger! Iiiiieeek! Und damit soll man jetzt eine unbestimmte Zeit auf eine Fortsetzung warten? *drängelt hemmungslos* WEITERSCHREIBEN ... BITTE ... Lächeln Lächeln Lächeln

Jetzt ist wirklich offen auf dem Tisch, wie gestört die Beziehung zwischen Liam und Da'an wirklich ist - und Liams Befürchtungen, Da'an könne sich endgültig gegen den Widerstand wenden, halte ich für sehr berechtigt - ich bezweifle allerdings sowieso stark, daß Da'an jemals wirklich den Menschen gut war - so, wie er von Liam weiß, daß dieser seine eigene Art nie verraten würde, könnte dies genau so für ihn selbst gelten - wenn es um die Taelon geht, spielt es keine Rolle mehr, was aus den Menschen wird ... Der Dialog zwischen den beiden ist absolut treffend geschrieben, ich habe beider Stimmen im Ohr, und die Wortwahl und der Tonfall stimmt genau - klasse!
Hat Da'an mit Absicht auslösen wollen, was immer er da mit Liam zusammen ausgelöst hat? Was genau meint: "Die Umgebung löste sich explosionsartig in einen Energieschauer auf" - das hört sich fast so an, als könne Ma'els Schiff - oder zumindest der Teil, in dem die beiden sich aufhalten - auch etwas wie ein Hologramm sein ... Und wo ist Liam gelandet - allein oder mit dem Taelon zusammen?
(Was mit Jemen, Zo'or, Sandoval und Go'rik ist, wagt man ja gar nicht mehr zu fragen ...) Und das bringt mich auf die Idee, daß theoretisch dieser Handlungsstrang hier vielleicht genau jetzt auf die anderen beiden zu führt ...

Jetzt kann ich mich nur wiederholen: WEITER ... BITTE ... Lächeln Lächeln Lächeln
24.01.2002 15:37
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