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23. Türchen: Der Blick zum Horizont XVIII
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Veria Offline
Admin, Wandermaus und Baumbewohner

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23. Türchen: Der Blick zum Horizont XVIII
"Major Kincaid", sagte Sandoval, absolut lebendig, "Ich bin sehr erleichtert."
Der Kimera lehnte sich an die Wand und atmete tief durch. "Ich auch, ich auch."
Sandoval kam zu ihm und lehnte sich an die Wand gegenüber. "Beinahe hatte ich gedacht, nicht zu sterben", seufzte er, "aber selbst Ihre Alienfähigkeiten konnten mich nicht retten. Es hat wehgetan. Einen Moment lang wollte ich ..." Er unterbrach sich und sah Kincaid durchdringend in die Augen. "Weshalb liegt Ihnen so viel an mir, Major?", fragte er, "Ich habe Sie mir nie zum Freund gemacht und meine Sympathie für den Widerstand genügt Ihnen da zweifellos nicht."
"Ich suche mir selbst aus, wessen Freund ich bin", sagte Liam, "Was wollten Sie einen Moment lang?"
"Ich wollte Sie bitten, mich umzubringen. Es wäre schneller gegangen. Aber in diesen Zwiespalt wollte ich Sie nicht stürzen."
Kurz verzog der Kimera das Gesicht, dann murmelte er: "Danke." Er wusste, er hätte seinen Vater nicht umbringen können. "Tja ... am besten sorge ich dafür, dass Zo'or das Zeitportal nicht mehr vorfindet", sagte er dann und zückte sein Global, er rief Hailey an.
Es dauerte etwas, dann meldete sie sich: "Ja?"
"Doors ist mit einem Alienartefakt in Detroit im Forschungszentrum von Rubicon Tech", erklärte er, "Zo'or hat davon Wind bekommen und plant einen Angriff, sorgen Sie also bitte dafür, dass die Leute und das Artefakt da raus sind, wenn es soweit ist."
"Wird erledigt."
"Danke." Er schob das Global zu. "Seychellen?"
Sandoval steckte sein Global soeben weg. "Gerne. Ich habe nur schnell ein Los gekauft, es wird der Hauptgewinn."


Liam Kincaid lag mit weit ausgebreiteten Armen auf seinem Liegestuhl, die Sonne briet seine Vorderseite und die Sonnenbrille sorgte zweifellos dafür, dass er richtig cool aussah. Ab und zu schlürfte er an seiner mit Ananassaft gefüllten Kokosnuss, ebenso ab und zu hörte er vom Liegestuhl nebenan ein ähnliches Schlürfen.
"Hey!"
Liam öffnete ein Auge einen Spalt und schielte hinüber zu Sandovals Liegestuhl und die Besitzerin der Stimme an. Beine, die am Boden nur sehr widerstrebend aufhörten, die Taille einer Wespe, eine beachtliche Oberweite, ein fröhliches Lächeln im dunklen Gesicht und ein Krauskopf mit rotem Haarband, dazu passend ein roter Bikini.
"Ja?", fragte Ronald.
"Sie sehen so aus, als könnten Sie jemanden brauchen, der Ihnen erzählt, dass es hier auch Wasser gibt. Seit Stunden liegen Sie nur hier rum."
"Ich mache sehr gerne mit Ihnen das Meer unsicher", sagte er und streckte ihr seine Hand hin, "Ron."
"Ava", stellte sie sich vor und griff nach seiner Hand, "Ihren Freund stört die Entführung nicht?"
"Ich baue derweil eine Sandburg", erklärte Liam, "Gehen Sie nur." Er schob seine Sonnenbrille hoch und blickte den beiden nach, wie sie ins Wasser stürmten. Hatte sich da etwa jemand verguckt?
Der Kimera lehnte sich wieder ganz in seinen Liegestuhl zurück, klappte die Sonnenbrille hinunter und schlürfte an seiner Kokosnuss, bis sie leer war, dann machte er sich auch über Sandovals Kokosnuss her und spannte sich mit Blick auf die unmittelbare Zukunft schon einmal etwas an.
Und dann landete eine Schaufel mit einiger Wucht auf seinem Bauch.
"Hallo!", grüsste Niki schüchtern, "Kann ich meine Schaufel wiederhaben, bitte?"
"Ja klar", nickte er, schob seine Sonnenbrille hoch und reichte dem Kind die Schaufel, "Was machst du denn da?"
"Eine Burg. Da wohnt ein Drache drin."
"Ja? Wie heisst der Drache denn?"
"Grisu!", nickte das Kind heftig.
"Grisu braucht eine grosse Burg mit vielen Türmen und Zinnen und einem Wassergraben", erklärte Liam, "Wenn du magst, helfe ich dir dabei." Niki sah ihn sehr skeptisch an. "Ich möchte wirklich mitbauen", fügte er hinzu, "Sandburgen sind toll."
"Kennst du dich da aus?"
"Naja ... ein bisschen. Ich bin Liam."
"Niki. Dann machst du den Graben. Das ist nicht so schwer."
Das stimmte natürlich, ein Loch buddeln konnte jeder, aber Liam wechselte zwischenzeitlich doch vom Tiefbau zum Hochbau und formte ausgesprochen schöne Zinnen. Den Spezialtrick dafür kannte er ja schon von einem früheren Durchgang und Niki lobte ihn dafür auch angemessen.
Sandburgenbau machte Spass, das zweite Mal noch mehr als beim ersten Mal, soviel war klar. Liam suchte kleine Muscheln und Holzstöckchen für die Verzierungen und ein Stückchen Papier für die Flagge ganz oben auf dem Turm und betrachtete sein Werk zufrieden.
"Da muss noch ein Turm hin!", sagte Niki und zeigte auf einen bislang unbebauten Flecken Sand.
"Okay", sagte Liam und begann, den kleinen Eimer mit Sand zu füllen.
Etwas später kam Sandoval samt Begleitung tropfnass an. "Ich sollte Ihrem Arbeitgeber einen Sandkasten für den Garten vorschlagen", grinste er.
"Bloss nicht! Der würde den am Ende sogar bauen lassen, wäre ihm zuzutrauen!"
"Wär doch toll", mischte sich Niki ein.
"Naja ...", seufzte Liam, "es gibt Leute, die mich dafür auslachen würden, Niki." Jetzt grinste er. "Aber komm, hier gehört jemand paniert!" Und damit meinte er weder Niki noch sich selbst!
Nein, Sandoval wurde grosszügig mit fliegendem Sand bedacht und flüchtete lieber wieder ins Wasser, knapp gefolgt von Ava. Die Panierversuche wurden dennoch nicht eingestellt, entsprechend sahen Liam und Niki bald äusserst sandig aus.
"Niki, wie siehst du denn aus, meine Güte!", rief die Mutter entsetzt, als sie samt Gatte von der Bar zurückkam.
"Ich geh doch noch ins Wasser, Mama!"
"Dann geh und wasch das ab, ja?"
"Ja, Mama. Kommst du auch mit, Liam?"
"Klar", nickte er, dann rannte er mit Niki über den Strand und direkt in die heranbrausende Brandung.
Diesmal trafen sie im Meer auf Ronald und Ava, was zur Folge hatte, dass das Kind sie kurzerhand zu Spielkameraden ernannte und sehr bald den Wasserball holte. So viele Erwachsene machten Nikis Eltern aber offenbar doch etwas Sorgen, sie gesellten sich kaum später ebenfalls dazu.
Das kindliche Durchhaltevermögen, mit dem Wasserball den allergrössten Blödsinn anzustellen, hatte allerdings ausser Niki nur Liam, und so war es bald wieder bei der schon bekannten Konstellation: Ava und Sandoval spielten mit Nikis Eltern Frisbee. Und so ging der Tag recht schnell vorbei.
Diesmal war der Abend leider verplant: Sie mussten zum Zeitportal. Aber sowohl Ava als auch Niki erhielten das Versprechen, das Liam und Ronald am nächsten Tag wieder hier wären.



Veria

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HAI
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    VISIBLE "HAI WURLD!"
KTHXBYE
23.12.2011 17:07
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Obi-Wahn Offline
Baumbewohner

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Beitrag: #2
RE: 23. Türchen: Der Blick zum Horizont XVIII
Warum muss ich gerade an panierte, braune und schön krosse Schnitzel denken? Zwinkern Freuen

Hin und wieder ist alles relativ!
23.12.2011 17:47
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Zira Offline
Moderator

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Beitrag: #3
RE: 23. Türchen: Der Blick zum Horizont XVIII
Zitat:Aber sowohl Ava als auch Niki erhielten das Versprechen, das Liam und Ronald am nächsten Tag wieder hier wären.
Ja, aber können die sich dann noch dran erinnern? Zunge raus
Okay, vielleicht können sie. Morgen ist ja schluss, sofern ich in meiner Zeitrechnung keinen Murks drin hab. ^^
23.12.2011 19:24
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Taoynin Offline
Baumbewohner

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Beitrag: #4
RE: 23. Türchen: Der Blick zum Horizont XVIII
Heute ist der 24.! Wo bleibt die Auflösung? Zwinkern
Ich wünsche euch allen ein schönes Weihnachtsfest. Lächeln
24.12.2011 15:53
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Hagazussa Offline
Raumfahrende, katzenähnliche Wesenheit

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Registriert seit: Apr 2010
Beitrag: #5
RE: 23. Türchen: Der Blick zum Horizont XVIII
Ich bin nun auch auf die Auflösung gespannt. So viele wie sich inzwischen in der Schleife versuchen, diese zu beenden. Grinsen

"Die Katze verbringt 2/3 ihrer Zeit mit schlafen.
Die Katze vermittelt das Bild einer Welt, deren Eroberer im Bett bleiben."


Jean Guttle Hué
26.01.2012 11:39
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