13. Türchen- Ein letztes Werk
Waaa, Schande über mich!
Ich hab nicht gecheckt, dass ich schon dran bin (und mich gefragt warum es mit dem nächsten Türchen so lange dauert!!) und dann war ich an der Uni und wollte noch mal kurz drüber gehen... blaaa... es ist noch der 13.! *schnell postet*
Oh, vielleicht sollte ich noch sagen: seeehhhr alte Geschichte. Sie ist von jetzt her betrachtet sehr wirsch...
Es war, wie ist, sein wird,
rieselnd, im Stillstand lebend,
lebte sterbend, schon gestorben
in heller Nächte dunkler Tage,
vergangener Gegenwärtigkeit in Zukunft
von Vergessenen, Erinnerungen,
gleichzeitig, in unterschiedlichen Zeiträumen, Momenten,
schnell in völliger Langsamkeit, teilweise
Sand verrinnt, verran, schon verronnen.
Sand, der alt oder neu, jung, verbraucht,
gerade entstanden, vor langer Zeit, zeitlos, kurz unendlich,
eine Spiegelung, eine Realität, existent, nicht Teil
war, wie ist, wird sein,
des Gefundenen, Verlorenen, nie immer Gekannten, Wiedererkannten, Kennengelernten
spricht, schweigt, singt
von uns, anderen, von niemanden, allen.
Kapitel 1
Zo’or saß ausnahmsweise nicht auf der Brücke, sondern in seinem Quartier auf dem Mutterschiff, obwohl dies seit Weihnachten nicht mehr ganz so außergewöhnlich war. Er verbrachte sehr viel Zeit in diesen Raum, wo ihn nur selten jemand störte und die Freiwilligen waren eigentlich mit dieser Entwicklung sehr zufrieden, wenn sich auch viele Taelons etwas sorgten. Da aber, abgesehen von diesem Verhalten, keine weiteren Veränderungen auftraten, schoben sie diese Sorgen bei Seite, ihr Synodenführer behandelte alle Taelons immer noch auf gewohnte Art und Weise, ebenso wie die Menschen und vernachlässigte auch seine Projekte nicht. Doch auch der Kontakt mit Da’an war um sehr vieles geringer geworden, was vor allen Dingen diesem Sorgen bereitete, auch wenn alle anderer Meinung waren. Er kannte sein Kind und wusste, wenn etwas nicht in Ordnung war.
Dieses machte sich eigentlich gar keine Gedanken über das was andere über ihn dachten, oder doch zumindest nur sehr begrenzt. Er durfte nichts vernachlässigen, aber manchmal brauchte er dann doch etwas Zeit für sich und der Synodenführer hatte mittlerweile Angewohnheiten angenommen, die er als sehr bereichernd für sein Leben empfand, auch wenn er es selbstverständlich niemals zugeben würde.
Nun saß er schon wieder vor einem Datenstrom und las sich einen Text Do’rens durch, sah fasziniert auf diese ungeheuer hohe Kunst einer so vielschichtigen Sprache wie Eunoia noch mehr Bedeutung zu geben, als sie es sowieso schon hatte. Im Gegensatz zu dem, was er in der Lage war zu kreieren, war das was er nun las perfekt. Er verstand nicht, warum sich niemand weiter um diese Texte zu kümmern schien, sie lagerten immer lange in den persönlichen Archiven Do’rens, doch wenn er die Ebenen wechselte, wäre niemand mehr da, der diese lesen oder erhalten würde. Welche Gründe sollten sie dafür haben, wenn ihr vordringlichstes Problem die Grundenergie und der Krieg waren?
Gerade las er etwas unglaublich trauriges über ihre Kinderlosigkeit, welches aber auch von einer Hoffnung durchdrungen war, die er schon lange nicht mehr in der Lage war zu fühlen. Er war verwundert über dieses Talent und fragte sich, wie er dies gelernt hatte, dabei war ihm klar, warum Do’ren zum größten Teil ignoriert wurde.
‚Zo’or?’ fragte eine sehr leise, aber klangvolle Stimme in seinem Geist und der Angesprochene öffnete die Tür zu seinen Räumen.
"Le contraire du suicide, précisément, c'est le condamné à mort."
Albert Camus
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