12.Türchen - ein Tag wie kein anderer, Teil 7
So, das ist das letzte Stück. Viel Spass damit!
"Auseinander", lief ein mit beiden Händen herumfuchtelnder Taelon zu ihnen, "Palak, Samantha, Manuel, La'et, beruhigt euch umgehend!"
"Er hat mir Kaspar geklaut!", zeigte Samantha wütend auf Manuel, "Und seinen Schal hat er auch kaputtgemacht!"
"Gib mir das Stofftier", verlangte der Taelon. Manuel gehorchte. "Und den Schal." Dafür musste Manuel zuerst suchen, aber dann drückte er dem Taelon zwei rote Fetzen aus Wolle in die Hand. "Ich verstehe", nickte der Taelon, "Ich schlage vor, du suchst ein passendes Knäuel und besserst den Schaden aus."
Von wegen Vorschlag! Manuel schlurfte davon und griff brav nach einer Häkelnadel und einem roten Wollknäuel.
"Gibt es noch einen Grund für Streit?", fragte der Taelon. Samantha, Palak und La'et schüttelten den Kopf. "Schön. Samantha, dein Stofftier." Der Taelon gab es ihr in die Hände und sie drückte Kaspar fest an sich, bevor sie ein Kissen aus der Kissenburg zog und den schallosen Bären damit zudeckte.
"Wie primitiv", wedelte Bella mit einer Hand, während sie mit der anderen ihre Teetasse hob und dabei den kleinen Finger ganz komisch wegstreckte. "Wir dagegen sind ganz zilivizivi... zivivili... vernünftig."
"Henry!", rief Mama, "Delian und Geoffrey sind da!"
"Komme gleich!", rief Henry zurück, dann sagte er: "Fräulein Feenstaub, lieber Waldseegeist To'ab, Frau gute Hexe Bella, es war ganz toll mit euch Teetrinken!" Wie sagte man da noch? "War mir eine Ehre!" Dann formte er die Abschiedsgeste und sagte: "Jiyee'maj!"
"Du bist immer an unserem Tisch willkommen, Herr Zauberer Henry", sagte Bella, "Findet Fräulein Feenstaub auch."
"Und ich auch", nickte To'ab.
Henry sprang auf und lief zwischen Kissenburg und Tisch durch und am zerstörten Floss vorbei zu Mama. "Da bin ich! Ich bin ein Zauberer!", sagte er, "Ich kann Regenbogen machen."
"Sehr schön", lächelte Mama, "Los, verabschiede dich."
Das tat er. Er machte die Geste und sagte nochmal: "Jiyee'maj!"
"Jiyee'maj!", riefen die anderen Kinder zurück und winkten. Nur das Kind aus der Kissenburg winkte nicht - konnte es auch nicht, es hatte fünf Bälle auf den Armen. Kokosnüsse waren das wohl.
Henry griff nach Mamas Hand und hopste ins Freie, wo Delian und Geoffrey waren. Gemeinsam gingen sie dann zu einem anderen Pilzhaus. Da drin gab es Kuchen, ganz sicher! Geoffrey ging voraus, dann Henry, und Mama und Delian machten dann die Türmembrane wieder zu und es war ganz dunkel. Henry umklammerte Mamas Arm. Warum war es denn so dunkel? Das war unheimlich!
Dann ging plötzlich das Licht an. "Überraschung!"
"Papaaa!", stürzte sich Henry auf Papa, danach sah er sich richtig um. Alle waren da! Oma Lucie, Opa Paul und Grosselti Di'nan waren da, und Tante Calista und Onkel Tommy! Oma Lili, Opa Vorjak und Onkel Cedrik ... und Da'an und T'than auch. Die ganze Familie war da!
"Alles Gute zum Geburtstag, Henry", sagte Oma Lili und gab ihm ein Bussi, obwohl er den Kopf wegzuziehen versuchte. Oma Lucie gab ihm zum Glück kein Bussi, dafür Tante Calista, aber ihres war wenigstens nicht nass. Opa Paul hob Henry an den Schultern hoch und reichte ihn an Opa Vorjak weiter, der ihn ganz hoch in die Luft hob. Henry streckte Arme und Beine aus und machte "vrrrrr" wie ein Flugzeug.
Als er dann wieder gelandet war, legte ihm Da'an eine Hand auf die Schulter. "Henry, du musst das ausblasen", sagte der Taelon und zeigte auf die Torte mit violetter Glasur und einer Kerze drauf, "Das ist üblich, habe ich mir sagen lassen."
"Mhm", nickte Henry und holte tief Luft.
"Haaalt!", rief Oma Lucie, "Ich muss doch ein Foto machen!" Sie zog ihr Global aus der Tasche und hob es hoch. "Bitte lächeeeln!"
Henry lächelte und pustete dann doch.
"Guck mal", sagte Oma Lucie und zeigte ihm den Bildschirm. Doch, war ein ganz gutes Foto. Nur T'thans Kopf war nur halb.
Armer T'than. Henry zog ihn am Arm und fragte: "Magst du die Stücke schneiden?" T'than leuchtete auf und sah sich um, Da'an und Mama lächelten aufmunternd. Was war denn mit T'than? War er schüchtern? Henry hielt ihn fest, er liess ihn bestimmt nicht allein.
"Ich hole Teller", erklärte Onkel Cedrik und lief weg.
T'than griff nach dem Tortenmesser und schnitt die Torte mitten durch, ohne sich von der Kerze stören zu lassen. Oma Lili hielt sich die Hand vor den Mund und lachte dahinter versteckt. T'than war zuerst verwirrt, aber dann nahm er die beiden Kerzenhälften doch noch von der Torte und schnitt weiter.
"Wer soll das erste Stück bekommen?", fragte er dann.
Henry überlegte kurz, dann beschloss er: "Delian. Sie hatte bestimmt noch nie einen Kuchen."
"Zumindest De'jen noch nie", lächelte Di'nan und drehte sich zu Delian um, "Und wie sieht es in deinem vereinigten Leben aus, liebe Schwester?"
"Noch kein Kuchen", sagte sie und kam zu Henry, T'than und dem Kuchen, "Weisst du, Henry, De'jen war Di'nans Geschwister." Dann war Delian ja seine Grosstante und gehörte auch zur Familie! Aber dann müsste Grosstante Mabel doch auch da sein ... sie war aber nicht da.
Er würde Grosstante Mabel einfach morgen besuchen gehen, beschloss er.
Bis dahin war noch viel Kuchen zu essen und vermutlich gab es danach ein Geschenk auch noch.
Es gab ein Geschenk! Nämlich ein ganz eigenes violettes Fahrrad und einen weissen Helm auch! Henry setzte den Helm sofort auf, trug das Fahrrad hinaus und probierte es aus. Und zwar gar nicht alleine, denn Da'an hatte T'than überzeugt, dass Fahrradfahren nützlich war, und ihm auch ein Fahrrad geschenkt.
Also kurvten zwei Anfänger wackelig durch die Gegend und fielen gelegentlich um.
Das war ein toller Geburtstag!
Veria
Code:
HAI
CAN HAS STDIO?
VISIBLE "HAI WURLD!"
KTHXBYE
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