Antwort schreiben 
Sturm kommt auf
Verfasser Nachricht
Scheiana Offline
Kleine Fee

Beiträge: 6.563
Registriert seit: Apr 2010
Beitrag: #11
RE: Sturm kommt auf
Wie beiläufig trat sie nach einem Stein, der auf dem noch leicht schlammigem Trampelpfad lag, welcher am Fluss entlang führte. Mit einem wohligem seufzen genoss sie die wärmenden Sonnenstrahlen des noch recht frühen morgens.
Freggel würde wohl erst in etwa zwei Stunden wach werden, was bedeutete das sie noch genug Zeit hatte um was zum frühstücken zu organisieren.
Wieder traf ihr einstmals Roter Sneaker den Stein der mehre Schritte weit flog und am Rande des Flusses von etwas abprallte. Es dauerte zwei weitere Schritte bis sie Erkannte das dieses Etwas viel mehr ein Jemand war. Mit wenigen weiteren schnellen schritten Kniete sie neben dem Unbekannten und fühlte an dessen Hals nach einem Puls. Mehr als erleichtert spürte sie etwas, nicht sehr schnell nicht sehr regelmäßig aber wer immer das war, er war eindeutig noch am leben. Energisch schon sie also ihre Hände unter die Arme des Bewusstlosen und zog kräftig um ihn Gänzlich aus dem Wasser zu ziehen und im Feuchtem Gras in die Stabile Seitenlage zu betten. Behutsam überprüfte sie die Atmung des Fremden. Alles schien einigermaßen zu funktionieren wie es sollte, nur die Körpertemperatur war eindeutig etwas zu niedrig. Es war wohl das beste wenn sie ihn in ein ...
Mit nun weiten Augen hielt sie inne und blickte mit offenem Mund auf die Handflächen des Bewusstlosen, in denen es sehr schwach glühte.
Mit etwas wie Sprachlosem, ungläubigem erstaunen hob sie vorsichtig eine Hand des Fremden um dessen Handinnenfläche zu betrachten.
War das wirklich möglich das. Die Hand des Fremden landete wieder im Gras als sie auf ihre eigenen Handinnenflächen sah in denen es nun ebenfalls sanft zu Glühen begann.
Tatsächlich, es musste einfach so sein.
Damit kam ein Krankenhaus nun eindeutig nicht mehr in Frage, aber dafür würde sie sich selbst um ihn kümmern können ohne angst haben zu müssen das er sie verriet.
Sie musste ihn also nur irgendwie hier weg Schaffen, bevor jemand anderes hier auftauchte.
Ihn alleine weg zu schleifen würde sicher eine weile dauern, aber andererseits wollte sie ihn auch nicht alleine lassen um Freggel zu wecken und sonst konnte sie niemandem vertrauen, wenn es uj jemanden ging der so war wie sie.
Eine sanfte Brise kam auf und wehte ihr den Giftgrünen abgeschrägten Pony aus den Augen, welcher ihr über die Rechte Stirnhälfte fiel.
Sie würde ihn hier Weg schaffen und in Sicherheit bringen, egal wie anstrengend es werden würde. Entschlossen packte sie ihn unter den Armen und begann ihn die zum Glück nicht zu weite Strecke zum Abbruchhaus in dem sie Hauste zu Schleifen. Wenn sie erst einmal dort war konnte sie Freggel wecken und ihn bitten die Spuren zu verwischen.

Nicht nur die Dunkle Seite hat Kekse!!!
Und unsere sind mit Schokolade Engel
16.10.2010 19:40
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Veria Offline
Admin, Wandermaus und Baumbewohner

Beiträge: 8.439
Registriert seit: Apr 2010
Beitrag: #12
RE: Sturm kommt auf
Jay zog eilig seine Füsse an, damit der Nachtwächter nicht drüberstolperte, dann erhob er sich langsam und vorsichtig gemeinsam mit seiner Cousine in seinen Armen. Bloss kein Geräusch machen, und bloss das Tarnfeld nicht überfordern - er wusste nicht, welchen Bereich es mit der aktuellen Einstellung tarnen konnte.
Sowie es nun darum ging, am Nachtwächter vorbei durch die Türe zu schlüpfen, übernahm die Atavus die Regie. Sie dirigierte Jay hinaus in den Frühlingsmorgen und schubste ihn dann hinter drei kugelig geschnittene Büsche, wo sie die Tarnung deaktivierte und ihren Cousin musterte.
"Zieh die Krawatte aus", bestimmte sie, "Blassgrünglänzend ist noch nicht besonders modern."
Jay zerrte am Krawattenknoten und drückte Zoriel das ohnehin lästig einengende Kleidungsstück dann in die Hand - und sie zog es an! "Zoriel?", fragte er verdutzt.
"Sieh mich doch an ..."
Wie verlangt musterte er sie von Kopf bis Fuss und meinte schliesslich, die Glühbirne über seinem Kopf aufleuchten zu spüren. Zoriel trug ein enges violettes Kleid mit der Textur der taelonischen Fassadenkleidung und einem organischen Gürtel in einer etwas helleren Farbnuance, violette High-Heels und eine grosse violettglänzende Haarspange - und eben Jays blassgrünglänzende Krawatte, zum Grossteil im Dekolleté versenkt.
Jedenfalls bis sie die Tarnung einstellte und ein durchschnittliches rosa Kostüm erschien - Schuhe und Haarspange änderten ihre Farbe ebenfalls und selbstverständlich wich die graue Haut einem menschlicheren Farbton.
"Wir können gehen", tat die Atavus kund und hakte sich bei Jay unter.
Wohin? Irgendwohin vorerst, bevorzugt in wenig beachtete Regionen.

Code:
HAI
    CAN HAS STDIO?
    VISIBLE "HAI WURLD!"
KTHXBYE
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.10.2010 20:14 von Veria.)
16.10.2010 19:45
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Scheiana Offline
Kleine Fee

Beiträge: 6.563
Registriert seit: Apr 2010
Beitrag: #13
RE: Sturm kommt auf
Es dauerte etwas länger als sie erwartet hatte, doch dann hatte sie ihre Bewusstlose last im Eingangsbereich des Abbruchhauses abgelegt und war in den ersten Stock geeilt, dorthin wo Freggel Schlief. Energisch schüttelte sie ihn wach.
„Hey Freggel, Wach werden ich brauche deine Hilfe!“
Ein stöhnen und hingebungsvolles gähnen drang unter der Decke hervor, unter der Freggel lag.
„Was is den Lois?“

Ich hab wenn gefunden. Der Typ ist ziemlich fertig, aber in Krankenhaus kann ich ihn nicht bringen! Weil, ... komm und sie selbst!“
Noch einmal schüttelte sie Freggel energisch, bis dieser endlich aufstand und ihr zum Eingangsbereich folgte.
Dort angekommen blickte er mit dem Selben erstaunen auf den Bewusstlosen hinab wie zuerst auch Lois.
„Kann das den sein!“
Lois strahlte und nickte.
„Du siehst es doch, es ist genau wie bei mir! Endlich hab ich wenn gefunden der ist wie ich! Einen großen Bruder oder so! Wir müssen ihn helfen! Ich meine vielleicht stammt er aus einem Versuchslabor der Pins, so wie ich. Ein fehlgeschlagenes Experiment das sie dann im Fluss entsorgt haben. Zuzutrauen währe denen so eine Schweinerei und mich hast du ja schließlich auch beim Fluss gefunden!“
Freggel nickte sehr vorsichtig.
„Wie hast du ihn eigentlich her geschafft?“
Lois deutete auf die Schleifspur.
„Am besten du hilfst mir ihn rauf zu bringen dann kann ich ihm was trockenes anziehen und warm einpacken und du verwischst die Spuren!“
Freggel dachte darüber nach.
„Ich verstehe das du dich um ihn kümmern willst und wir können ihn gerne hier behalten, solange er das will, aber du wirst die Spuren verwischen, du hast ihn schließlich gefunden und her gebracht und ich ziehe in um und pack in ein! Immerhin bin ich kräftiger. Bring was zum Essen mit wenn du schon mal draußen bist und dann kannst du dich um ihn kümmern!“
Lois Schmollte, als sie jedoch sah das dies nicht den gewünschten Effekt erzielte brummelte sie und half Freggel den Bewusstlosen nach oben zu tragen.

Nicht nur die Dunkle Seite hat Kekse!!!
Und unsere sind mit Schokolade Engel
16.10.2010 20:43
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Veria Offline
Admin, Wandermaus und Baumbewohner

Beiträge: 8.439
Registriert seit: Apr 2010
Beitrag: #14
RE: Sturm kommt auf
Mindestens acht Kilometer vom Museum entfernt wedelte Jay mit einem zu noblen Schuh für so weite Wanderungen, der zweite stand neben ihm auf der Parkbank. Er hatte das Gefühl, seine Füsse wären eine einzige Ansammlung von Schmerzen, und dann blickte er zu Zoriel, die mit ihren High-Heels bestens zurechtkam und bestimmt noch einmal acht Kilometer laufen könnte.
Kunststück, bei ihr heilte ja jeder Anflug einer aufgeriebenen Stelle sofort wieder.
Am liebsten würde er seine Füsse in den Fluss hängen ... nein, am liebsten würde er die Pizzabude dort vorne an der Ecke beehren, aber aus Mangel an bereits gültigen Zahlungsmitteln musste er seinen Magen weiterhin knurren lassen.
Und Zoriel wollte in die Kanalisation absteigen und Ratten schiessen und braten! War sie denn noch bei Trost? Hoffentlich war das nur ein Scherz gewesen ...

Die Atavus grinste unterdessen in sich hinein. Jay glaubte das mit den Ratten wohl tatsächlich, sein Gesichtsausdruck wann immer sein Magen knurrte sprach Bände. Nichtsdestotrotz war sein Hunger ein Problem und wenngleich Zoriel länger ohne Nahrung auskam, ganz ohne ging es dann auch nicht, wenn nicht von irgendwoher eine kräftige Ladung Grundenergie kam - was in dieser Zeit sehr unwahrscheinlich war.
Sie seufzte leise und lehnte sich zurück. Sie mussten Geld auftreiben und aller Wahrscheinlichkeit nach brauchten sie auch eine Bleibe für zumindest einige Tage - das Zeitportal wollte ja nicht, noch nicht, es würde wollen müssen.
"Jay?", fragte sie, "Kannst du dir mich als Sekretärin vorstellen?"
"Bitte was? Du hast keinen Ausweis und kein gar nichts, keine Identität. Wie willst du Arbeit finden?"
"Es gibt Leute, die es schätzen, wenn ihre Angestellten nicht existieren", führte Zoriel aus, "Ich glaube, ich kann so jemanden finden."
"Hmm", machte er, "Ich habe aber jetzt Hunger, nicht erst nächsten Monat."
"Dann fang dir einen Fisch", erklang schnippisch, "du sitzt immerhin an einem Fluss."
Fisch! Da wäre ihm eine Ratte noch lieber! Jay liess seinen Schuh fallen, schüttelte sich und stellte fest, dass er keinen Hunger mehr hatte. Ehrlich, wer ass schon Fisch?

"Hier", hielt Zoriel ihm einige Minuten später ein riesiges Sandwich vor die Nase.
Jay bekam grosse Augen und ihm lief das Wasser im Mund zusammen. "Danke", sagte er und biss herzhaft hinein, "Wo hast du das denn her?"
"Aus dem Supermarkt."
Ohne Geld? "Zoriel!", rief er vorwurfsvoll, "Das fällt nicht unter erlaubten Gebrauch!" Ladendiebstahl per Tarnvorrichtung ... nicht doch ...
"Wollte ich zuerst", gab sie zu, "aber dann habe ich einen Langfinger erwischt und beschlossen, ihn an der Kasse auffliegen zu lassen. Ging um fünf Flaschen teuren Schnaps und gab eine Belohnung."
"Das Sandwich."
Sie schüttelte den Kopf. "Nein, Geld. Und einen Job als Packerin." Jetzt grinste sie. "Ich heisse übrigens Zeta Barnes."

Code:
HAI
    CAN HAS STDIO?
    VISIBLE "HAI WURLD!"
KTHXBYE
16.10.2010 22:00
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Scheiana Offline
Kleine Fee

Beiträge: 6.563
Registriert seit: Apr 2010
Beitrag: #15
RE: Sturm kommt auf
Zu zweit war der Bewusstlose schnell nach Oben gebracht und Lois war leise Brummelnd verschwunden um ihre Spuren zu verwischen und bei einem Becker etwas Essbares von ihren mageren Ersparnissen zu organisieren. Als sie wieder kam lag von ihr selbst ernannter Großer Bruder unter mehreren decken in Freggels Vorstellung von anständiger Kleidung gehüllt. Pinke Leggings, Verwaschene aufgerissene hellblaue Jeans, ein Dunkler Puli und darüber ein weites T-Shirt das wohl einmal weiss gewesen war. Neben den improvisierten Bett standen ein Paar Schwarze Sneakers, die Freggel nur noch selten trug seit er neuere gefunden hatte. Gemeinsam aßen sie ihre erste Mahlzeit des Tages und dann versuchte Lois herauszufinden was sie für ihren Bruder tun konnte. Viel war es nicht. Sicher mit dem Leuchten in ihren Händen konnte sie Wunden heilen, aber viel Erfahrung hatte sie damit nicht und das was sie Tat wollte irgendwie nicht dazu beitragen, das der noch Namenlose wieder zu sich kam. Erst am späten Nachmittag schlug er endlich die Augen auf und sah sich mit ruhigem, verwirrtem, hilflosem blick um. Lois eilte an seine Seite, so wie sie sah das er wach war.
„Hey, keine angst du bist hier in Sicherheit, wir werden nicht zulassen das die Pins dir was tun.“
Der Fremde Blinzelte und sah sie Fragend an.
„Hast du schon einen Namen?“
der Fremde Lag da Sah weiter Verwirrt aus und schüttelte schließlich mit dem Kopf.
„Schon gut das ist nicht schlimm! Ich hatte erst auch keinen ich hab meinen von Freggel! Und weil du so bist wie ich bist du jetzt mein Großer Bruder, immerhin bist du Größer als ich und wir nennen dich einfach Clark, das Passt und gefällt Freggel bestimmt er hat mich Lois genannt!“
Clark sah Lois immer noch Stumm an, diese hielt ihre Hände hoch in denen es schwach Leuchtete. Dann hob sie eine der Hände Clarks und legte ihre Handfläche gegen ihre, als sie ihre Hand wieder weg nahm Leuchtete auch die Handfläche Clarks sanft.
„Bleib einfach liegen und ruh dich aus, ich passe auf dich auf. Aber erstmal hohl ich dir was zu Essen und hohle Freggel damit du ihn kennen lernst.“
Lois strich Clark noch einmal übers Haar sprang auf und lies ein immer noch sehr verwirrt drein blickendes Gesicht zurück.
Als Lois mit Freggel und zwei Brötchen im Schlepptau zurück kam, war der neu ernannte Clark bereits wieder eingeschlafen und Lois sah etwas traurig drein.
„Er hat nicht mal was Gesagt!“
Freggel legte Lois eine Hand auf die Schulter.
„Wer weiß was er hinter sich hat, lass ihm einfach was Zeit. Und das beste ist du gehst heute Abend was Einkaufen nach Ladenschluss. Da wir nun zu Dritt sind brauchen wir dringend neue Vorräte!“
Lois schaute immer noch traurig.
„Ich sollte bei ihm sein wenn er wieder wach wird!“
Freggel seufzte.
„Ich denke er wird erstmal eine weile schlafen außerdem ist er hier bei mir sicher und du kannst dich da draußen im dunklen besser verteidigen und schützen als ich und das weist du!“
Ja das Wusste Lois und trotzdem gefiel ihr das gerade gar nicht.
„Ich gehe sobald es dunkel ist!“
Gab sie schließlich nach, immerhin brauchte ihr neuer Bruder dringend genug zu Essen um wieder auf die Beine zu kommen. Es sollte ihm an nichts fehlen, damit er diese Versuchsanstalt der Pins so schnell wie möglich vergaß.

Als schließlich die Nacht herein brach schnappte sich Lois einen Tragekorb und einige Tüten und zog los zu einem Container der meist eine recht gute ausbeute versprach. Sie wartete, bis niemand mehr zu sehen war und schlich sich dann auf den Hinterhof des Supermarktes um dort den nicht verschlossenen Container zu öffnen. Von außen kam sie nicht an dessen Inhalt heran, aber da dies nicht Lois erste Einkaufstur nach Ladenschluss war, war sie wenig Pingelig und kletterte in den Container um dort alles in Korb und Tüten zu verstauen, das noch genießbar war. Ein quiekender Plagegeist der ihr dabei in die Quere kam wurde kurzerhand gepackt betäubt und mit einem Wurf über die Schulter aus dem Container geworfen.

Nicht nur die Dunkle Seite hat Kekse!!!
Und unsere sind mit Schokolade Engel
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 16.10.2010 23:05 von Scheiana.)
16.10.2010 22:52
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Veria Offline
Admin, Wandermaus und Baumbewohner

Beiträge: 8.439
Registriert seit: Apr 2010
Beitrag: #16
RE: Sturm kommt auf
Während Zoriel ihrer ehrlichen Arbeit nachging, inspizierte Jay die nähere Umgebung (schon wieder nur rumlaufen) und kam sich reichlich daneben vor im Anzug unter eher zwielichtigen Gestalten. Vielleicht sollte er besser umkehren ... ob Schulboxen vor vielen Jahren hier im Ernstfall irgendetwas brachte?
Der eine da, der sah ihn so an ... Jay atmete tief durch, er bildete sich das bestimmt nur ein. Sicher? Verdammt, wenn ihm jemand ein Schnappmesser zwischen die Rippen setzte heilte gar nichts! Er war nicht wie Zoriel! Energisch wandte Jay sich um und sprintete zurück in zivilisiertere Regionen. Trotz Seitenstechen und Flimmern vor den Augen hielt er erst vor dem Supermarkt wieder an liess sich auf einen Sockelstein vor dem Eingang fallen.
Sie würde sich umsehen, nicht er. Er hatte genug.

"Jay?", legte sie ihm nach sehr langer Wartezeit eine Hand auf die Schulter, "Hast du einen netten Platz gefunden?"
"Dort sind Kriminelle!", grummelte er, "Und ich kann keinen von denen vermöbeln."
Sie rollte mit den Augen. "Meine Güte, Jay! So häufig sind Räuber und Mörder jetzt auch wieder nicht, da geht deine Fantasie mit dir durch."
"Zoriel ..."
"Zeta."
"Zeta ..." Er seufzte laut auf und fuhr sich mit beiden Händen übers Gesicht. "Ich gehe dort ohne dich nicht wieder hin, Punkt."
"Na meinetwegen", gab sie nach, "Ich mache noch eine Stunde, dann sehe ich mich mit dir gemeinsam um, ja?"
Noch eine Stunde. Seine Füsse taten ohnehin weh, also blieb er einfach sitzen.

Nach jener Stunde schliesslich traute sich Jay in das kriminelle Viertel und in Zoriels Begleitung kam es ihm gar nicht mehr so bedrohlich vor. Die meisten Gestalten waren eher trist statt wirklich zwielichtig. Aber sie waren viele und einen freien Platz zu finden entpuppte sich als quasi unmöglich.
"Sha'bra", knurrte Zoriel schliesslich, "Plan B. Wir verbringen die Nacht getarnt im Supermarkt. Ist zu kalt draussen." Sie wandte sich um und zog Jay hinter sich her, bis sie an einer uneinsehbaren Ecke die Tarnung auf unsichtbar umstellte.
Auf die Art kehrten sie zum Supermarkt zurück, der den auf die Scheibe geklebten Öffnungszeiten nicht gerecht wurde, denn er war schon dunkel und abgeschlossen. Jay hörte etwas und dirigierte seine Cousine zum Ursprung: Der Müllcontainer des Supermarkts war offen und drinnen raschelte, klapperte und schepperte es.
Merkwürdig.
Vorsichtig schlichen sie näher und guckten hinein, Zoriel musste einer fliegenden Ratte ausweichen und verkniff sich einen Fluch. Da drin war jetzt definitiv keine Ratte mehr, allerdings eine junge Frau mit greller Frisur, abgerissener bunter Kleidung und einigen Piercings, die alles Geniessbare einpackte.
Jay beschloss, so bald nicht wieder Hunger zu haben, und zog seine Cousine von dort weg. Statt im warmen Supermarkt würden sie heraussen schlafen müssen, am besten direkt am Abluftauslass der Kühlanlagen - zum Glück noch nicht besetzt.

Code:
HAI
    CAN HAS STDIO?
    VISIBLE "HAI WURLD!"
KTHXBYE
16.10.2010 23:14
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Scheiana Offline
Kleine Fee

Beiträge: 6.563
Registriert seit: Apr 2010
Beitrag: #17
RE: Sturm kommt auf
Nachdem Lois sich und ihre Beute aus dem Container befördert hatte, überprüfte sie noch mal was sie alles abgegriffen hatte. Die ausbeute war wirklich nicht schlecht, auch wenn es einen gewissen Überschuss an Fruchtquark gab. Aber der lies sich notfalls bei ein paar Kumpels gegen was anderes eintauschen, immerhin pflegten nicht nur sie und Freggel diese weise der Nahrungsmittel Beschaffung. Zufrieden machte sie sich also wieder auf den Weg zum Abbruchhaus um dort die ganzen Lebensmittel zu verstauen. Einer freundlichen wenn auch ungewollten Strom spende der Stadt sei dank konnte sie die leichter verderblichen Sachen in einem alten, noch funktionierendem Kühlschrank unterbringen, der an einer mehrfach Steckdose hing zusammen mit Lampe und Kochplatte.
Freggel lag bereits wieder unter seiner Decke und schnarchte lautstark, als auch Lois sich hinlegte. Vorher jedoch hatte sie ihre Matratze näher an die von Clark heran gezogen um sofort zur stelle sein zu können wenn dieser wieder erwachte.
Sie mussten dringend was mit seinen Haaren machen. So konnten sie ihn nicht ihren Kumpels vorstellen. Allein diese Blondiert aussehenden spitzen. Und das Gefühl wenn sie ihm über die Haare strich deutete auf eine bedauerliche Verschwendung von Haargel und Spray hin.
Über diesen Gedanken schlief Lois schließlich ein eine Hand nach der von Clark ausgestreckt. Endlich, ... endlich hatte sie einen großej bruder, jemanden der so war wie sie!

Nicht nur die Dunkle Seite hat Kekse!!!
Und unsere sind mit Schokolade Engel
17.10.2010 10:48
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Veria Offline
Admin, Wandermaus und Baumbewohner

Beiträge: 8.439
Registriert seit: Apr 2010
Beitrag: #18
RE: Sturm kommt auf
Es war kalt, wenngleich an einer Körperseite warme Berührung zu spüren war. Einsamkeit und vertraute Nähe zugleich, Ratlosigkeit und Schwäche, und tief verborgen auch Angst.
Völlig fremd, so ... körperlich zu spüren.
Da'an richtete sich auf und konzentrierte sich darauf, herauszufinden, was hier geschah. Es kam aus dem Gemeinwesen, aber wie war das möglich? Ein fremdes, körperliches Wesen im Gemeinwesen? Es war schon einmal ein Mensch ins Gemeinwesen eingedrungen, die Telepathin Katya Petrenko, aber das hatte sich völlig anders angefühlt.
Das hier ... das fühlte sich natürlich an, als müsste sich das fremde Wesen überhaupt nicht anstrengen, um das zu schaffen. Als wäre es für dieses Wesen absolut normal.

Der Taelon deaktivierte den Energiestrom und schuf einen Datenstrom, um Zo'or anzurufen - ein Eindringling im Gemeinwesen war überaus gefährlich.

Code:
HAI
    CAN HAS STDIO?
    VISIBLE "HAI WURLD!"
KTHXBYE
(Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 17.10.2010 10:52 von Veria.)
17.10.2010 10:50
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Scheiana Offline
Kleine Fee

Beiträge: 6.563
Registriert seit: Apr 2010
Beitrag: #19
RE: Sturm kommt auf
Gegen acht Uhr am nächsten morgen erwachte Lois, wie üblich vor Freggel, aber nicht vor ihrem neuen Gast wie sie überrascht feststellte. Dieser saß auf seiner Matratze und sah sich stumm im Raum um, scheinbar die mit grellen Farben bemalten Wände betrachtend.
„Guten Morgen! Hast du Hunger?“
Clark schien eine weile über diese Frage nachzudenken, dann nickte er vorsichtig.
„Gut, ich war gestern Abend noch einkaufen wir haben also genug da. Kannst du auf stehen? Fühlst du dich schon besser?“
Nach neuerlichem Nachdenken nickte Clark und erhob sich von der Matratze. Lois tat es ihm gleich, während Clark etwas unschlüssig seine neue Kleidung zu mustern schien.
„Komm oh und wenn du magst kann sich Freggel heute um dein Steiling kümmern, damit es zum Rest der Kleidung passt.“
Clark zuckte mit den Schultern und folgte Lois zum Kühlschrank wo beide sich ein verhältnismäßig reichhaltiges Frühstück genehmigten. Lois Redete dabei so viel wie es ihr die Nahrungsaufnahme gestattete und war ein wenig besorgt das von Clark nicht mehr kam als ein gelegentliches Schulterzucken, nicken oder kopfschüttelnd. Als sie mit dem Frühstück fast fertig waren kam, Freggel zu ihnen. Machte sich Stumm einen Kaffee und einen Frucht Quark und setzte sich zu den beiden. Lois nutzte den Umstand von Freggels frühem erwachen um ihn und Clark offiziell miteinander bekannt zu machen, dann verschwand sie um alles zu organisieren, was Freggel brauchen würde um Clark ordentlich zu Steilen.
Freggel derweil versuchte Herauszufinden für was dieser Clark überhaupt zu haben war, doch nach dem hin weiß das ein neues Steiling der beste weg war um seinem alten Leben zu entkommen, schien Clark bereit so gut wie alles mit sich machen zu lassen.
Wie Lois damals schien Clark keine nennenswerten Erinnerungen zu haben und auch Lois hatte anfangs nicht gesprochen. Es musste also kein schlechtes Zeichen sein das auch Clark kein Wort sprach. Wichtiger war das er alles zu verstehen schien.

Schließlich kam Lois wieder und Freggel machte sich an die Arbeit. Es dauerte eine weile doch dann schien ein völlig anderer Mensch vor Lois und Freggel zu stehen. Die Haare an den Seiten hatte Freggel ab rasiert und den Rest gefärbt, so als währe ein Regenbogen auf Clarks Kopf explodiert. Dann wurden die wenigen Haare zur Mitte Hoch gesteilt wie ein Miniatur Irokesen Schnitt. Dazu kamen ein Paar Percings, die ein wenig Überzeugungsarbeit gekostet hatte, doch Freggel Fand das der Nasenring und der etwas auffällige Ohrring Clark gut standen. Genauso wie die Feingliedrige Kette die zwischen den beiden Ringen baumelte und mit ihren enden an jeweils einem Ring befestigt war.
Auch Lois nickte zufrieden.
„Cool, kommt wir stellen dich unseren Kumpels vor. Die hängen sicher gerade auf dem Marktplatz in der nähe ab.“
Freggel und Clark nickten und kurze zeit später waren alle die auf dem Weg um den Nachmittag in noch mehr Gesellschaft zu verbringen.

Nicht nur die Dunkle Seite hat Kekse!!!
Und unsere sind mit Schokolade Engel
17.10.2010 16:26
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Veria Offline
Admin, Wandermaus und Baumbewohner

Beiträge: 8.439
Registriert seit: Apr 2010
Beitrag: #20
RE: Sturm kommt auf
Zoriel und Jay erwachten um halb sieben, wenngleich sie die Uhrzeit nicht wussten, aber das war die Zeit, zu der der Supermarkt jeden Mittwoch beliefert wurde. Jedenfalls konnten sie neben Palettengeklapper nicht weiterschlafen und schlichen sich lieber an den Fluss, um sich behelfsmässig zu waschen. Sehr behelfsmässig.
Jay schimpfte leise vor sich hin und verlangte fünf Dollar, um sofort mit Ladenöffnung zwei Zahnbürsten und einen Rasierer zu kaufen. Er bekam zehn, damit es noch ein paar Brötchen und zwei Flaschen Limo mehr wurden. Und noch zwanzig, um etwas für seine armen Quanten zu tun.

Während Zoriel im Supermarkt arbeitete, nahm Jay den Leinenbeutel mit den Einkäufen über die Schulter und marschierte zu weit für seinen Geschmack zu einem Schuhgeschäft. Glücklicherweise waren billige, nicht drückende Herrenschuhe zu finden und endlich taten ihm seine Füsse nicht mehr weh und er genoss einen ausgedehnten Spaziergang über den Marktplatz und ein Brötchen, allerdings leider ohne etwas drin, denn das wäre zu teuer.
Wenige Minuten später beschloss er, dass das Brötchen vermutlich ein Fehler gewesen war. Ihm war übel, schwindelig und er musste sich setzen. Alles drehte sich, die Welt verschwamm um ihn und als er wieder klar sehen konnte, sah er eine abgerissene Gestalt mit seinen Einkäufen davonlaufen.
"Hey!", rief er und sprang auf, allerdings kam er nur zwei Schritte weit, bevor er zusammensackte und Sternchen sah.

Code:
HAI
    CAN HAS STDIO?
    VISIBLE "HAI WURLD!"
KTHXBYE
17.10.2010 21:58
Alle Beiträge dieses Benutzers finden Diese Nachricht in einer Antwort zitieren
Antwort schreiben 



Gehe zu: