Endlich ... seit zwei Stunden nehm ich mir schon vor zu posten
Während ein paar Widerstandsmitglieder jetzt von den Bahamas träumten und Agent Crystal einen Kurzbericht bei Sandoval ablieferte, war Da’an wieder einmal die Ruhe selbst und meditierte.
Schon seit Stunden. Er hätte auch gern seinen neuen Freund, wie er Vorjak mittlerweile zu bezeichnen pflegte, eingeladen, aber das ließ die Sicherheit dann doch nicht zu. Besonders sein neuer Beschützer, McCarthy, war da sehr hartnäckig.
Wie auch immer. Jetzt saß der Taelon jedenfalls an einem herrlichen Sandstrand, der ruhige Wellengang tauchte seine Beine immer wieder ein bisschen ins Wasser. Die Abendsonne warf alles in warme orange und rote Töne und Da’an lauschte dem Meer und dem Wind, welcher sich sanft seinen Weg durch die Blätter des weitläufigen Waldes hinter ihm suchte. Jeder Strauch, jede Palme, jeder Baum wiegte sich geschmeidig hin und her und dieses ganze Schauspiel erzeugte ein Geräusch, das dem Rauschen des Meeres sehr ähnelte.
Da’an war tief in seine Gedanken versunken, er spürte Wohlbefinden, Hoffnung, Freude und er teilte nichts davon mit dem Gemeinwesen. Jetzt gehörte alles ihm und es tat gut. So gut, dass es ihm ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht zauberte. Selbst als Da’an an Zo’or dachte, trübte das seinen Glückszustand nicht im Geringsten. Der Synodenführer war sein Kind, man sollte stolz darauf sein können, was dieses erreicht hat und in diesem Moment war Da‘an es auch voll und ganz. Sein Kind würde schon noch zur Besinnung kommen, was die Jaridians betraf. Notfalls würde Da’an noch seinen Eltern-Joker ausspielen.
T’than würde noch ein harter Brocken werden, stellte der Botschafter dann fest. Kein Wunder, die Wörter Freundschaft und Friede waren Mangelware im Wortschatz eines Kriegsministers. Wobei sich Da’an selbst eingestehen musste, dass sie von dem vollkommenen Frieden den er sich wünschte, noch weit weg waren.
Wie es Liam wohl ging? Es wurde nie über ihn geredet, auch nicht mit Agent Crystal, wo es eher eine Gelegenheit für ihn geben würde, mit ihr allein zu sprechen. Da’an hoffte stark, Liam bald wieder zu sehen. Das könnte allerdings auch noch zu Problemen führen, Major Liam Kincaid galt offiziell als tot, wie sollte man es dann am besten erklären, wenn er plötzlich wieder da stand? Vor allem: Wie brachte man den Taelons am schonendsten bei, dass sie dem Kimera-Mischling vertrauen sollen?
Eine Problemlösung nach der anderen. Nun stand den Taelons erst noch das Rätsel mit der Sache um die Grundenergie bevor, welches sie gemeinsam mit den Jaridians lösen wollten. Ja, das war jetzt eine beschlossene Sache. Da’an hatte von der Synode das Okay und den Auftrag zur Ortsbestimmung bekommen. Er war zuversichtlich, es sah wirklich sehr gut aus.