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[Weihnacht] Postplan?
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Veria Offline
Admin, Wandermaus und Baumbewohner

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[Weihnacht] Postplan?
Aktueller Stand sind bei mir 28 Seiten, Courier New, 10, 2cm Seitenrand. Ich vermute mal, wir bringen es auf etwa 40 Seiten, womit wir täglich vier Seiten posten, beginnend mor...heute. *gähn*
Von daher habe ich mal nette "Umbrüche" gesucht, die ungefähr für diese Textgrösse passen.
Die ersten drei Stückchen wären dann die Folgenden.

Wer möchte posten? Oder machen wir es abwechselnd?

Veria

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08.12.2009 02:11
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Veria Offline
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Re:Postplan?
Wieder war Weihnachten und wieder einmal verbrachte Se'la diese menschlichen Feiertage in der nordamerikanischen Botschaft bei Da'an.
Auch die kleine Fee Scheiana war wieder mit dabei, doch leider war sie nicht bei bester Laune. Man hatte einfach ihre Spielsachen und vor allem ihre Mit'gai-Puppe vergessen, und jedes Mal, wenn sie sich an dem großen Baum mit den bunten, glitzernden Dingen neue Spielsachen zusammensuchen wollte, pflückte sie jemand aus den Ästen und nahm ihr ihre Schätze wieder ab.

Nun flatterte die kleine Fee schmollend über den Boden, schubste eine kleine blaue Kugel vor sich her (die rein 'zufällig' vom Baum gefallen war) und langweilte sich schrecklich - vor allem, nachdem dieser riesige Kerl, der auf den hier lebenden Taelon aufpasste, ihr die Kugel sogleich wieder weg nahm.
Verhalten vor sich hin schimpfend schwirrte sie davon und hielt erst inne, als ihr eine kleine Öffnung in der Wand der Botschaft auffiel.
War die denn schon immer da gewesen?
Scheiana wusste es nicht, ihre Neugierde war jedoch geweckt. Leise trillernd landete die Fee auf dem Boden und näherte sich schleichend dem Loch, um dann an dessen Rand mit dem Rücken zur Wand stehen zu bleiben.
So unauffällig wie möglich versuchte sie durch die Öffnung zu schielen, konnte jedoch nichts erkennen. So ging sie also vor dem Loch in die Hocke, um besser in die Höhle dahinter schauen zu können.
Es war niemand zu sehen.
Ob sie hineingehen durfte?
Oder hatte dieses lebende Gebäude die Höhle gar - für sie erschaffen?
Nun, wenn niemand hinter dem Loch wohnte, dann konnte es genauso gut ihr gehören und dann durfte sie auch hinein gehen und sehen, wie es dort aussah und ob es sich hübsch ausschmücken ließ.
Also kroch Scheiana auf allen Vieren in die Höhle und schaute sich neugierig um.

Es sah ganz so aus, als würde hier doch jemand wohnen.

Es gab einen Platz zum schlafen und einen zum essen und noch vieles mehr.
Mit großen Augen bestaunte die kleine Fee alles, was sie sah und im besonderen alles, was glitzerte.
Eine Weile betrachtete Scheiana die Anordnung der verschiedenen Gegenstände, bis ein freudestrahlendes Lächeln auf ihrem Gesicht erschien.
Eifrig begann sie, in der Höhle umher zu wuseln, um alles Glitzernde neu zu ordnen. Sie stellte Dinge um, verrückte andere nur geringfügig und sah sich schließlich das Ergebnis ihres Schaffens zufrieden an. Sorgsam positionierte sich die kleine Fee nun in der Mitte der Höhle, schloss die Augen und konzentrierte sich.
Sie richtete sich kerzengerade auf, streckte beide Arme über den Kopf und klatschte in die Hände.
Auf diese Geste hin erschienen eine Unmenge bunter Lichtfunken um die Fee herum, die begannen, sie wild zu umschwirren.
Freudig zirpend öffnete Scheiana die Augen wieder und sah, wie die vielen Lichter sich in den zurecht gerückten Glitzerdingen brachen und spiegelten und so den ganzen Raum erfüllten, als würde sich das Universum um sie herum drehen.
Begeistert hüpfte sie inmitten des Leuchtens und Glitzerns auf und ab und drehte sich im Kreis, glücklich.

Die Wohnung war hübsch umdekoriert, das musste deren Bewohnerin zugeben.
Auf ganz leisen Pfoten kam Veria herangetappt und sah sich immer wieder staunend um.

Immer noch drehte Scheiana sich im Kreis und hüpfte dabei auf und ab, während die vielen bunten Lichtfunken sie weiter umschwirrten.
Dann jedoch sah sie eine Gestalt im Höhleneingang stehen und erschrak fürchterlich.

Von einer Sekunde auf die andere waren die Lichter verschwunden und die kleine Fee war mit einem erschrockenen Zirpen hinter die Schlafstätte geflattert und kauerte sich dort erstmal zusammen.
Schließlich siegte ihre Neugierde über den Schrecken und Scheiana lugte hinter der Schlafgelegenheit hervor und beobachtete das pelzige Wesen, das etwas kleiner war als sie selbst.

Veria kam langsam noch näher.
Das war ja ein merkwürdiges Wesen, das da in ihre Wohnung kam und sich dann vor ihr fürchtete.
Die Maus tappte um ihre beiden Koffer herum, die am Fußende des kleinen Bettes standen.
"Fiep?", streckte sie der Fee eine Pfote hin.
Das würde alles viel einfacher machen.

Scheiana gab einen leisen trillernden Ton von sich und betrachtete zuerst einmal ausgiebig und neugierig die Pfote und dann den Rest des Wesens.
Dann ob sie vorsichtig eine Hand und berührte die Pfote dann mit den Fingerspitzen.
Als zunächst nichts geschah, lächelte die Fee, ergriff die Pfote und schüttelte diese, so wie sie es bei einigen der großen Zweibeiner gesehen hatte, wenn diese sich begrüßten.
"Scheiana!", zirpte sie schließlich ihren Namen und deutete dabei auf sich selbst.

~Veria~, antwortete die Maus mental, begleitet von einem weiteren Fiepen, ~Weißt du, Scheiana, ich kann nicht sprechen wie die Unbefellten.~
Ein kurzer Blick auf den ebenfalls unbefellten Feenkörper.
~Du bist ja auch unbefellt. Was bist du denn?~, fragte sie dann neugierig.
Dieses Wesen hatte ja auch Flügel, ob es auch fliegen konnte wie die Gefiederten?

Scheiana machte große Augen, als auf einmal Geräusche in ihrem Kopf waren, die offensichtlich nicht von ihr kamen, sondern von dem pelzigen Wesen, das wie eine Maus aussah. Zuerst hatte sie ihre Hand wieder zurückziehen wollen, doch sie war einfach zu neugierig, was das für ein Wesen war, das aussah wie ein kleiner Nager, aber im Kopf sprach wie die großen Zweibeiner.
"Fee!", zirpte sie schließlich eine Antwort auf die Frage von Veria und ihr Kopf war erfüllt von Bildern ihres Clans, wie sie im Sommer, Frühling und im frühen Herbst über die bunte Wiese und durch den nahen Wald flatterten und tollten. Wie sie sich dann in ihrem Kaninchenbau einnisteten, als die große Kälte kam. Ein kurzer Anflug von Heimweh überkam sie, der jedoch nicht lange dauerte. Immerhin hatte sie jetzt einen neuen Clan, auch wenn dieser nicht aus Feen bestand!

Veria hüpfte aufgeregt auf allen vier Pfoten auf und ab. Eine Fee? Wie in den Märchen der nichtblauen Unbefellten?
Veria mochte Märchen, aber sie hatte nicht sehr oft welche hören können. Immer diese Katzen ... Da konnte man sich nicht aus der Wohnung wagen.
Die Maus trappelte durch ihre Wohnung und stupste mit der Nase eine Stelle an der Wand an, die sich dann öffnete.
Durch virtuelles Glas konnte man in den Garten sehen.
"Fiep!", rief Veria der Fee zu.
Es schneite da draußen! Richtig dicke Flocken!

Staunend ging Scheiana zu Veria hinüber. Sie sah hinaus in den Garten, pfiff leise und betrachtete die weißen Flocken, die zu Boden segelten, dabei so warm und flauschig aussahen und doch so stechend kalt waren.
Eine Mäusepfote auf Scheianas Schulter, damit konnte die Maus wieder richtig kommunizieren:
~Schnee. Ich habe auch den Baum im Haus gesehen. Das bedeutet, dass die Unbefellten bald wieder feiern. Kennst du dich da aus?~

Scheiana dachte nach.
Und zuerst kamen ihr die Bilder in den Kopf, wie sie Se'la, ihren großen kleinen Taelon kennen gelernt hatte und somit zu ihrem neuen Clan gekommen war. Da war auch der Baum da gewesen, geschmückt wie jetzt auch und mit vielen Dingen, die darunter lagen. Warum genau das so war, wusste sie nicht, nur dass es jetzt, da es wieder kalt wurde, wieder geschah und man sich hier traf, um zu feiern, und einfach ihre Spielsachen und glitzernden Schätze vergessen hatte!
All das versuchte Scheiana der Maus über viele Bilder mitzuteilen und schmückte ihre Gedanken mit zahlreichen Zirp- und Trillerlauten aus.

Veria folgte den übermittelten Gedanken gespannt, aber etwas verwirrt.
Konnte die Fee nur in Bildern denken? Aber sie hatte doch auch ihren Namen gesagt!
~Dir ist kalt draußen, ja, du bist ja unbefellt~, stellte die Maus sachkundig fest, als Scheiana ihr Zirpen beendet hatte, ~Warte kurz!~
Sogleich trappelte Veria an ihre Koffer und öffnete einen davon. Das Kopftuch half hier wenig, aber eine blaue Jacke, die einmal die Pudelmütze eines selbige nun vermissenden Freiwilligen gewesen war, half der Fee bestimmt.
Die Maus hielt dieser das Kleidungsstück auffordernd hin.

Eingehend betrachtete die kleine Fee, was Veria ihr da hinhielt, und ließ sich schließlich von dieser dabei helfen, den Umhang so anzulegen, dass ihre Flügel nicht eingeknickt wurden. Leise trillernd wickelte sich Scheiana in den Stoff, betrachtete sich von oben bis unten und fiel der Maus dann um den Hals. Nachdem sie die Maus ausgiebig gedrückt hatte packte sie diese bei einer Pfote und versuchte Veria hinter sich her zu ziehen, auf den Weg zum Garten, den sie immer benutzt hatte, wenn sie hier zu Besuch gewesen war.

Die Maus trappelte der Fee etwas ungeschickt auf drei Pfoten hinterher durch das große Gebäude des blauen Unbefellten. So gut war die Idee dann doch nicht, denn die schwarzsilbernen Unbefellten sprangen mit riesigen Sätzen aus dem Weg und machten schrille Geräusche, so dass Veria beschloss, ihr nächstes Mauseloch zum kleineren Mäusekorridorsystem zu nehmen.
Scheiana zirpte überrascht, als die Maus sie durch eine vermeintlich feste Wand zog. In diesen Korridoren war es dann auch nicht weit bis zu einem Ausgang im Garten.
Dort angekommen blieb die kleine Fee erst einmal stehen und sah den fallenden Schneeflocken zu. Dann, ganz vorsichtig, ging sie in den Garten hinaus, streckte beide Arme aus, formte mit den Händen eine Art Schüssel und versuchte eine der Schneeflocken aufzufangen. Nachdem ihr das gelungen war, betrachtete sie das filigrane Gebilde mit großen Augen, bis es in ihren Händen geschmolzen war. Mit einem begeisterten Jauchzen hüpfte sie weiter in den Garten hinaus, drehte sich und ließ den Schnee auf sich hinab fallen, der dank Verias Umhang nicht an ihren Flügeln weh tat.

Die Maus unterdessen preschte auf allen Vieren über die recht harte Schneedecke unter der dünnen Schicht frischer Flocken.
Sie schlug Haken und sprang hoch, schnappte auch mit der Schnauze nach den winzigen Schneekristallen in der Luft. Sie war sehr froh, dass sie ein Fell hatte und nicht so schnell fror wie die Unbefellten. So enge Kleidung konnte nicht sehr bequem sein. Der Mantel für die ganz kalten Wintertage ging ja noch und das Kopftuch gegen die Sommersonne auch - nicht dass es an diesem Ort im Sommer jemals so heiß würde wie damals im Pyramidenland - aber diese Schläuche über Beine und Arme, das war für die Maus nichts.
Veria bremste ab und kugelte durch den Schnee genau auf Scheiana zu, die gerade zwei Hände voll Schnee vom Boden aufgeklaubt hatte und diese nun in die Luft warf.
Die Fee sah Veria auf sich zu kullern, quiekte erschrocken auf und versuchte, davon zu flattern, wurde dabei aber vom Umhang behindert.
Empört keifend, nachdem sie von den Beinen gerissen worden war, versuchte sie sich wieder aufzurappeln, um den kalten Schnee abzuschütteln. Wieder nahm sie zwei Hände voll Schnee auf und ließ diese über Verias Kopf fallen.
Mit einem tadelnden Zirpen klopfte sie sich ihre Hände ab und verschränkte dann streng ihre Arme vor der Brust.
"Fiep!", rief Veria und schüttelte sich prompt, dass der ganze Schnee in alle Richtungen davonflog, dann wandte sie sich um und schaufelte mit ihren Vorderpfoten reichlich Schnee zu Scheiana.
Die kleine Fee keifte erneut empört auf, hob ihre Hände schützend vor ihr Gesicht und duckte sich, um die Angriffsfläche für den Schnee zu verringern. Schließlich warf sie den Umhang von Veria ab, flatterte davon auf einen niedrigen Zweig und warf den Schnee, der darauf lag, hinunter zur kleinen Maus, die sich frech einfach unter dem Umhang versteckte und sich nachher einfach aus dem Schneehaufen wieder ausgrub.

"Fiepfiep!", hopste Veria fröhlich nur auf den Hinterbeinen einmal im Kreis.

Scheiana flatterte knapp über dem Ast und grummelte leise vor sich hin.
Dann jedoch heckte sie einen neuen Plan aus.
Rasch klaubte sie so viel Schnee von den umliegenden Ästen zusammen, wie sie in den Armen halten konnte, flatterte wieder empor und ließ den Schnee dann möglichst direkt über Veria fallen.
Diesmal war die Maus nicht schnell genug, sich unter dem Umhang zu verstecken. Sie musste sich wieder den Schnee vom Leib schütteln. Aber das machte einfach Spaß!
Veria sprang hin und her und lief enge Kurven, dabei ließ sie den Schnee wild davonspritzen.
"Fiepfiep! Fiep!"

Scheiana, die noch gekonnt ignorierte, dass ihr kalt zu werden begann, flatterte nun herunter, versuchte im Flug den engen Kurven, die Veria lief, zu folgen und machte schließlich Anstalten, der Maus um den Bauch zu fassen, um sie am weiterlaufen zu hindern. Da Veria jedoch deutlich kräftiger war als die kleine Fee gedacht hatte, misslang dieses Vorhaben deutlich. Scheiana verlor den Halt um die Hüften der Maus und und plumpste überrascht zirpend in den Schnee.
"Fiep?", erklang von Veria, sie lief einen kleinen Umweg und brachte der Fee den schon ein wenig nassen Umhang.
Scheiana rappelte sich mit Hilfe der Maus auf und klopfte dann den Schnee von sich ab. Anschließend versuchte sie sich wieder in den Umhang zu hüllen. Da dieser aber mittlerweile aber an beiden Seiten feucht vom Schnee war, wärmte er nicht mehr wirklich.

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Veria Offline
Admin, Wandermaus und Baumbewohner

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Beitrag: #3
Re:Postplan?
Seit drei Einheiten beobachtete die komplett getarnte Windvolk-Jaridian-Gemischtstämmige jetzt von dem Baum, der von all diesen erstaunlich kleinen solchen den besten Halt gewährte, aus den Garten der nordamerikanischen Taelon-Botschaft.
Zuvor hatte sie vier Einheiten damit zugebracht, den Eingang derselben zu überwachen.
Die Friedensverhandlungen zwischen den Taelon und der Allianz hatten sich vielversprechend angelassen, was allerdings für den Ersten Letzterer keinen Grund dafür darstellte, tief verwurzeltes Misstrauen leichtfertig aufzugeben.
Also war der Einsatz der Gemischtstämmigen auf der Erde einfach verlängert worden - was sie mit der Pflichtschuldigkeit ihres jaridianischen Anteils hingenommen hatte.

AlienVibe - mittlerweile nannte sie sich selbst beinahe schon häufiger bei dem Namen, den ihr eines der vielen unterschiedlichen Wesen, mit denen sie während dieses Einsatzes in Kontakt gekommen war, verpasst hatte, als bei ihrem eigentlichen.
Wegen ihrer sieben Stimmbandpaare und der Art, diese einzusetzen, war er an ihr hängen geblieben.
Sie hatte sich daran gewöhnt - das war nur eine der vielen Merkwürdigkeiten, die ihre augenblickliche Mission bisher zu bieten gehabt hatte, angefangen mit diesem Erlebnis in einer der Zwischenzeit-Passagen auf dem Weg hierher, während dessen sie gleichzeitig unzählige Windvolk-Angehörige und Gemischtstämmige wie sie selbst in rascher Folge bei deren Einsätzen zu sehen bekommen hatte, so, als flöge sie durch jede dieser Szenen hindurch, dabei durchwallt von Rosafarben, das natürlich prompt wieder zahlreiche Nachkommenschaft in ihrem Fell hinterlassen musste ...

Sie durfte sich nicht in Gedanken verlieren, rief sie sich zur Ordnung - zumal nicht jetzt, wo in der Schicht locker gefrorenen Wassers, die sich durch die fallenden Flocken stetig erhöhte, winzige Bewegung gekommen zu sein schien.

Sie erweiterte ihre Sicht.

Da war tatsächlich Bewegung.
Ein grau bepelztes Geschöpfchen und ein vielfarbiges - geflügeltes, das aussah wie eine sehr, sehr kleine Verletzliche, schienen - einander zu jagen?
Zu jagen und sich mit Gefrorenem zu bewerfen, wobei beide dünne hochfrequente Laute von sich gaben ...
Jetzt waren sie voreinander zum Stillstand gekommen, wobei das Geflügelte mit einem Stück Bekleidungsmaterial zu hantieren schien.

Als Vibe merkte, dass sie sich viel zu weit vorgelehnt hatte, war es zu spät - sie verlor den Halt, und weil sie den Baum nicht verletzen wollte, blieb ihr nur, sich fallen zu lassen.

Mit einem Ächzlaut landete sie in kaltem Weiß.
Und stellte wenig geistesgegenwärtig fest, dass es jetzt zu spät war, sich als solches zu tarnen.
Zu erkennen geben wollte sie sich aber auch nicht ...

Scheiana hatte sich den Umhang trotz dessen Feuchtigkeit wieder umlegen wollen als hinter ihr etwas in den Schnee plumpste.
Überrascht zirpend wirbelte die kleine Fee herum, sah aber nichts, außer dass da etwas im Schnee zu liegen schien, das man nicht sehen konnte.
Vorsichtig schlich sie näher an das unsichtbare Etwas heran und tastete mit den Händen, ob sie etwas zu packen kriegen könnte. Dabei gab sie ein hohes forderndes Trillern von sich, um das Etwas aufzufordern, sich zu zeigen. Dann mit einem Mal bekam sie etwas zu packen und machte große Augen. Das fühlte sich fast so an wie Veria, als sie deren Pfote genommen hatte, damit diese mit ihr reden konnte wie die großen Zweibeiner.
Aufgeregt drehte sie sich zu der Maus um und gestikulierte wild mit der freien Hand.
Veria kam jetzt auch näher, sie trippelte einen leichten Bogen und stieß dann tatsächlich mit der Nase gegen das unsichtbare Etwas.
Nein, kein Etwas. Jemand. Ein Berührer, wie Veria selbst.

~Hallo? Wer bist du?~

Vibes Barriere hatte sich in dem Moment maximal geweitet, in dem die winzige Beflügelte sich ihr zugewandt hatte.

Sowohl deren Berührung als auch die des kleinen Fellwesens war nur Freundlichkeit und Neugier, dennoch durfte die Halbjaridian jetzt nicht unvorsichtig werden, vor allem um der beiden willen.

~Ihr seid auch kontaktfähig~, stellte sie daher erst einmal fest, wobei neben der Vorsicht auch ihrerseits Freundlichkeit in selbigem war.
~Zumindest Du, Pelzgeschöpfchen ... Man nennt mich AlienVibe, und leider wäre es das Beste, Ihr lasst mich einfach wieder los und vergesst, dass ich Euch gestört habe. Die Zeiten waren zwar schon schlechter, aber unüberlegte Risiken sollte man nach wie vor nicht eingehen.~

Verdutzt zog Veria ihre Nase zurück und strich leicht über selbige, dann berührte sie etwas angemessener das unsichtbare Wesen nun mit der Pfote.
~Die Zeiten?~, fragte sie, ~Was meinst damit? Risiko gehe ich keines ein, wenn ich nicht gerade eine Katze auf mich aufmerksam mache. Du bist doch keine Katze? Nein, du bist keine Katze, ja?~

Scheiana legte den Kopf schief und gab einen leisen fragenden Zirpton von sich. Auch sie verstand nicht, was dieses fremde Wesen meinte.
Sie spielten hier doch nur und wenn dieses unsichtbare Etwas schon mal da war, dann konnte es doch auch mitspielen.
Nun auffordernd und freudig trillernd sprang die kleine Fee vor AlienVibe auf und ab, bückte sich dabei hin und wieder, hob etwas Schnee auf und warf ihn in die Luft.

~Nein, ich bin keine Katze~, bestätigte Vibe, ~und mitspielen würde ich nur zu gern ...~
Die beiden Wesen erinnerten sie irgendwie an ...
~Aber das geht nicht, weil ich etwas anderes tun muss. Hier ...~, - sie wies über den Kontakt auf den Verwurzelten, der als das diente, was 'nordamerikanische Botschaft' genannt wurde - ~hält sich der Taelon Da'an am häufigsten auf, und er ist ein Mitglied der Synode, die gerade Friedensverhandlungen führt. Ich muss darauf aufpassen helfen, dass nichts geschieht, was diese Verhandlungen gefährdet, und das tue ich, indem ich die 'Botschaft' beobachte. Wenn ich etwas anderes tue oder mich beim Beobachten erwischen lasse, könnte das enorme Schwierigkeiten auslösen, in denen Ihr dann gegebenenfalls mit drin hängt ...~
Sie hatte keine Ahnung, inwieweit das bepelzte und das geflügelte Geschöpfchen über ihre Umgebung und deren Bewohner Bescheid wussten - und sie wagte nicht, aktiv deren Gedanken mit den eigenen zu berühren.
Auf keinen Fall wollte sie zwei so freundlichen Wesen zu nahe kommen und ihnen dadurch Unbehagen verursachen.

~Die blauen Unbefellten und die anderen Unbefellten mit den leuchtenden Händen streiten nicht mehr?", platzte Veria heraus und begann, freudig zu hüpfen, ~Das ist ja großartig! Aber ich hab das Da'an immer zugetraut.~

Zuerst hörte Scheiana fasziniert zu, merkte dann jedoch wieder, wie kalt es draußen war. Da der Umhang, den Veria ihr gegeben hatte, mittlerweile wieder im Schnee lag und somit sicher noch nasser war als vorher, begann die kleine Fee kurzerhand das unsichtbare Wesen sehr vorsichtig zu beklettern, auf der Suche nach einer warmen Stelle.
Wenn AlienVibe schon nicht mitspielen konnte, konnten sie ihr ja beim Aufpassen helfen.

Die Gemischtstämmige reagierte auf das frierende Allerjüngste, das sie zu beklettern begonnen hatte - nein, auf das fremde geflügelte Wesen, das mit seinem Verhalten so sehr an ein Allerjüngstes erinnerte - reflexartig, indem sie es sehr behutsam von der Stelle pflückte, die es gerade bestieg, und an ihrem Brustfell barg.
Ihr Shaqarava hatte sich von selbst im Heilmodus aktiviert.

Dann erst wurde ihr bewusst, was das kleine Pelzgeschöpf voller Begeisterung geäußert hatte, und ihr windvolkuntypisch kurzer, breiter Schnabel klappte auf.
~Du - Du kennst Da'an?~, fragte sie es fassungslos.

~Ja~, war Veria stolz, ~er ist nicht kreischend auf einen Stuhl gesprungen, als er mich gesehen hat. Viele machen das, wenn sie eine Maus sehen. Ich wohne übrigens auch im denkenden Haus.~
Sie blickte konzentriert durch scheinbare Luft.
~Wie siehst du denn aus, wenn du nicht unsichtbar bist?~, fragte die Maus dann.

Scheiana zirpte erst überrascht und dann fasziniert.
Diese seltsame Form von Wärme, die von der Handfläche, auf der sie nun hockte, ausging, war angenehm und etwas, das sie noch nie gefühlt hatte.
Behaglich kuschelte sie sich zurecht und steuerte nicht nur eine komplexe Folge begeisterter Zirp- und Pfeiflaute zur Unterhaltung bei, sondern über den Kontakt auch die damit verbundenen Bilder von Se'la, dem kleinen, großen blauem Zweibeiner, bei dem sie jetzt lebte und von Da'an und all den anderen, die zu ihrem neuen Clan gehörten

Vibe war so verblüfft über das, was Veria und die winzige Geflügelte sie wissen ließen, dass sie erst einmal vergaß, dem Pelzgeschöpf - nein, der Maus - zu antworten.
~Ihr - Ihr lebt nicht nur unbehelligt innerhalb dieses Verwurzelten dort~, - sie wies über die Berührung auf das riesige Wesen - ~sondern mit - mit den Taelon zusammen?~
Die Woge von Hoffnung, die das in ihr aufsteigen ließ, schwappte ungebremst in den Kontakt.
Wenn die Taelon Geschöpfen wie den beiden hier wohlgesonnen gegenüber standen, war Vorjaks anhaltendes Misstrauen vielleicht ...
Dieses Verhalten war ihrerseits einen Vertrauensvorschuss wert, befand Vibe, als ihr die Frage der Maus wieder einfiel - zumal sie im Ernstfall in der Lage wäre, ihre Berührungspartnerinnen in Sicherheit zu bringen.

Sie weitete mit einem kurzen Energieimpuls an ihr aufklappbares Gerät ihr Tarnfeld so, dass es Pelzgeschöpfchen und Flügelwesen einschloss und somit beide sie jetzt auch visuell wahrnehmen konnten.
Ihr Äußeres war mehr Windvolk als Jaridian, mit Flughäuten, Schnabel und Krallen an fünffingrigen Flügelhänden und fünfzehigen Füßen, allerdings war sie muskulöser als reine Windvolk-Stämmige, das augenblicklich rosa glitzernde Fell wesentlich schütterer und das Gesicht flacher und gefurchter als bei solchen.
Die Energie, die sie behutsam jetzt auch der Maus zuströmen ließ,
war sonnenhell durchflochten mit weiß-violett.

Raubvogel!

Das war Verias allererste Assoziation mit dem Aussehen des nun nicht mehr unsichtbaren Berührer-Wesens. Aber der Maus war sofort klar, dass nicht alle großen Vögel Räuber waren, und auch, dass dieses große Fluggeschöpf nicht einmal von dieser Welt stammte.
Ein bisschen sah AlienVibe sogar wie die unbefellten mit den leuchtenden Händen aus - nur war sie nicht unbefellt, wenngleich die Fellfarbe sehr ungewöhnlich war.
Das Fell dachte ja auch!
Sehr interessant.

Scheiana bestaunte das Wesen, das nun nicht mehr unsichtbar war, ausgiebig und versuchte aufgeregt trillernd dort, wo sie war, freudig umher zu springen, was jedoch nicht so recht gelang.
Bilder, die AlienVibe in der Luft zeigten, gleitend wie ein großer Vogel, schwirrten durch ihren Kopf und auch das Leuchten in den Händen dieses flugfähigen Wesens brachte die kleine Fee zum Staunen.
Kurz konzentrierte sich Scheiana, um AlienVibe ihren eigenen Leuchtzauber zu zeigen, und wenig später wurde die kleine Fee von unzähligen winzigen, bunten Lichtfunken umtanzt. Diese waren natürlich nicht so warm wie das Leuchten ihrer neuen Freundin und nicht so hell. Aber sie waren bunt, glitzerten und tanzten.

Veria war sehr sehr neugierig und richtete sich auf die Hinterpfoten auf. "Fiep!"
~Ja, wir wohnen bei Da'an im denkenden Haus~, beantwortete die Maus die Frage des befellten, geflügelten Wesens, ~Es mag dich bestimmt, und Da'an freut sich auch ganz sicher über Besuch. Er hat gesagt, heute kommt noch mehr Besuch.~

Vibe brauchte einen Moment, um zu sortieren, was das von dem Flügelwesen - Scheiana - und Veria, der Maus, in den Kontakt Gegebene in ihr auslöste.
Dann war ihre Freude ebenso in der Berührung wie leise Beunruhigung und mehr Hoffnung.
~Das ist wunderbar - und nein, ich bin tatsächlich kein 'Raubvogel', ich könnte kein lebendiges Geschöpf essen, selbst dann nicht, wenn ich das wollen würde.~

Ihr Fell sträubte sich, und sie atmete bewusst tief aus.

~Und die Ähnlichkeit mit den Unbepelzten mit den leuchtenden Händen ist vorhanden, weil eines der Wesen, die mich ins Leben gewoben haben, ein solcher ist. Was allerdings mein Fell angeht, so ist es nicht es selbst, das denkt, sondern dessen Bewohner, die sich darin eingenistet haben und davon leben - und eigentlich sollten sie das noch gar nicht können ...~
Es musste an dem roten Kraut liegen - offenbar wirkte es nicht nur auf ihren eigenen Stoffwechsel.
~Aber damit kann ich umgehen ...~

Jetzt musste sie sich bremsen, dass Hoffnung nicht in schiere Aufregung umschlug.
~Ihr ladet mich in den Verwurzelten ein? Und zu Da'an? Das nehme ich sehr gern an - vielen Dank ...~

Was für eine Chance!

Begeistert trillernd und pfeifend schnappte Scheiana sich den erstbesten Finger von AlienVibe und begann heftig mit ihren Flügeln zu schlagen im nutzlosen Bemühen, das ebenfalls flugfähige Wesen mit sich in die Botschaft zu ziehen, um ihr dort all den bunten langweiligen Trubel zu zeigen. Wobei der ganze Trubel hauptsächlich deshalb langweilig war, weil sie mit keinem der glitzernden, bunten Dinge spielen durfte, die nun überall herum hingen und standen.

~Wartet einen Moment~, bat Vibe.

Bewusst brachte sie ihren Atem in den Rhythmus der Konzentration, um zu verhindern, dass ihr noch das Herz aus dem Schnabel sprang.
Wenn sie gleich irgendwelchen Taelon - nein, nicht nur irgendwelchen, sondern auch Da'an - gegenüber stünde, dann repräsentierte sie praktisch die Allianz, und das musste sie - so weit ihr jämmerliches Talent für solche Dinge es überhaupt nur hergab - vernünftig zustande bringen ...

Sie erhob sich mit Scheiana, wobei sie darauf achtete, dass der Kontakt mit Veria bestehen blieb, streifte mit der freien Flügelhand Gefrorenes aus dem Fell und deaktivierte ihre Tarnung.

~Wenn Ihr mögt, trage ich Euch beide - oder Ihr geht beziehungsweise fliegt voran, und ich folge Euch ...~

Nein, sie fühlte sich nicht im mindesten bereit für das, was ihr bevorstand, aber sie wollte eine solche Gelegenheit auch keinesfalls verstreichen lassen.

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Beitrag: #4
Re:Postplan?
Er schwankte, neigte sich, balancierte konzentriert auf der rechten Kante des rechten Fußes und streckte seine Last nach links. Diesmal fiel Liam Kincaid zwar nicht um, aber wenn er den Taelons weiterhin so den Dienstboten machen musste, würde das ganz bestimmt passieren. Besonders Zi'ra schickte ihn ja gerne von Pontius zu Pilatus und zurück.
Nicht dass Da'an, Se'la und Vj'an das nicht taten, im Gegenteil. Aber Zi'ra scheuchte am meisten.
"Major", grüßte ein mannshohes Gewirr aus Einkaufssäcken und Kartonschachteln flüchtig und verschwand in jenem Raum, der für die Festtafel vorgesehen war.
"Agent", nickte Liam freundlich und brachte seine Ladung in die Küche, wohin er schon zwei weitere Ladungen gebracht hatte. Sicherheitshalber prüfte er dann noch, ob er alles hatte, was auf der Einkaufsliste stand.

Käse, versch. Sorten, gesamt 2 kg
Eiscreme, versch. Sorten, gesamt 40 kg, davon 30 kg Sorte Schokolade
Obst, versch. Sorten, gesamt 5 kg
Glühwein, 10 l
Fruchtpunsch, alk.fr. 10 l
Kekse der Saison, 5 kg
Lebkuchen, 5 kg
Lasagne, mit versch. Füllungen, gesamt 5 kg

Liam war absolut überzeugt, dass Da'an keinen blassen Schimmer von materieller Ernährung hatte. So viele Leute waren nun wirklich nicht eingeladen! Und die 40 kg Eiscreme ... allerdings kam diese Anweisung von Zi'ra, die einen Widerspruch noch weniger duldete als Da'an.
Für ihren größten Fan, hatte sie gesagt.
Nein, einen Menschen, der so viel Eis essen konnte, wollte Liam nicht unbedingt kennenlernen. Aber da er ohnehin an der Mengeneinschätzung zweifelte, spielte das absolut keine Rolle.
Der Kimerahybrid sah sich in der leeren Küche um, nuschelte einen Fluch und sprang hinaus auf den Korridor, wo er zwei eilig flüchtende silberschwarz gekleidete Menschen anfauchte: "Sie da! Stehengeblieben! Ich werde definitiv nicht alleine fünf Kilo Lasagne backen, Kekse und Lebkuchen anrichten, Obst schneiden und nicht zu vergessen Glühwein und Punsch warmmachen, Eiskugeln machen und eine Käseplatte herrichten!" Er holte kurz Luft. "Mit Träubchen und Nüssen!"
Die Freiwilligen tauschten einen geschreckten Blick aus, unterdrückten den Hasenfuß-Reflex aber.
"Sie, holen Sie ein paar Walnüsse aus der Schüssel drüben, dann vorsichtig knacken und keinesfalls aufessen", teilte Liam jetzt Befehle aus, "und Sie stellen die großen Platten auf und beginnen schon mal mit den Lebkuchen."
Offensichtlich war er Autoritätsperson genug, sie taten, was er verlangte. John legte Lebkuchen in Spiralform, Jack knackte Nüsse und Liam wusch und drapierte Obst, wobei er ein paar Träubchen beiseitelegte. Danach machte John den Wein und den Punsch warm, Jack legte die Kekse hübsch in eine Schale und Liam legte den Käse mit den Nüssen und den Träubchen auf eine Platte, dazu Käsebeil und Käsemesser.
Jetzt war die Lasagne dran. Es machte Flupp und das Gebäude hatte einen wahrlich riesigen Ofen ausgebildet, in den die leckeren Stapel aus Teigwaren hineingeschoben wurden.
Genug Zeit, zunächst zehn Kilo Eis in Kugelform umzuwandeln.
Langweilig, sehr sehr langweilig.

Wirklich langweilig.
Johns Blondinenwitze halfen auch nicht besonders.

~~~

Der Jedi-Ritter Obi-Wahn flog ausnahmsweise keinen Sternenjäger, sondern befand sich in einem geliehenen T6-Shuttle in interessanter Gesellschaft, die augenblicklich so gespannt wie er darauf wartete, dass er die erbetene Landeerlaubnis auf dem dafür vorgesehenen Areal der nordamerikanischen Taelon-Botschaft bekam.

Liam Kincaid hatte ihn auf die dort stattfindende Weihnachtsfeier eingeladen.
Kincaid, der Obi zur Erde gelockt hatte mit seinen Kimera-Fähigkeiten, die sich denen der Jedi ähnlich genug anfühlten, um für eine Manifestation der Macht gehalten werden zu können ...
Einen potentiellen Ritter derselben hatte Obi vorzufinden gehofft und etwas mindestens ebenso Wertvolles gefunden - einen Menschen mit den Genen einer Rasse, deren aus purer Energie bestehende Angehörige zu Dingen in der Lage waren, die teilweise die Befähigungen der Jedi sogar zu übersteigen schienen.
Und der zudem allerhand wirklich interessante Kontakte unterhielt ...

Liam hatte ihn gebeten, zwei Gäste, die einer dieser Kontakte speziell eingeladen hatte, auf seinem Weg zur Botschaft aufzulesen und mitzubringen - Hagazussa, eine ältere Dame, ihres Zeichens telekinesebegabte Heilpraktikerin und Shask, ein über ausgeprägte Intelligenz verfügendes Wollschaf.
Letzteres drückte seine Nase an das Sichtglas des kreisenden Shuttles, während Hagazussa ihm den Kopf kraulte.

Obi hatte auf beide warten müssen, als er im Garten der Heilpraktikerin gelandet war - sie hatten darauf bestanden, für Da'an einen großen Korb voll mit schönsten Kräutern aus Hagazussas reichlichem Vorrat zu packen, der zudem dann noch weihnachtlich hatte dekoriert werden müssen ...

Aber seine Geduld hatte sich gelohnt, auch, wenn sie gerade einmal mehr auf die Probe gestellt wurde.
Was taten die da unten in dem ungewöhnlichen Gebäude mit den mysteriösen Auswüchsen, was sie daran hinderte, sein simples Ersuchen zu beantworten?

"Obi-Wahn ruft Botschaft", tat er dies jetzt zum zweiten Mal.
"Erbitte Landeerlaubnis für Shuttle mit drei geladenen Gästen."

~~~

Während aus der Küche gelangweiltes Alibigelächter erklang, hing in Rons Gehirn gerade hinter den Resten des Motivationsimperativs ein atombombenäquivalentes Fluchkonzert fest.
Zi'ra war angekommen und korrigierte die letzten Feinheiten der Tischdekoration, oder vielmehr: sie ließ korrigieren. Ihre Anweisungen waren prinzipiell verständlich, allerdings änderten sie sich nicht selten und die Höflichkeit der Taelon ließ auch zu wünschen übrig.

Sklaventreiberin!

Sie wollte ihn nicht einmal an sein Global lassen, das jetzt zum zweiten Mal Sturm klingelte. Es musste aber wichtig sein, jeder wusste, dass Ron an diesem Tag wirklich genug für die Taelons zu tun hatte. Also griff er nach dem Gerät, was ihm sofort einen beinahe tödlichen Blick von der Taelon einbrachte.
"Ja?", blaffte er den Anrufer an und gab den Blick auch weiter.
Als Antwort blökte ein Schaf.
Hörte Ron da Empörung heraus?
Nicht doch! Da'an konnte doch nicht dieses blumenfressende Untier eingeladen haben!
Bitte nicht!

Allerdings erklärte es das Übermaß an pflanzlicher Dekoration.

"Sie sind eingeladen?", fragte Ron kurz und Obi bestätigte. "Sie haben die Landeerlaubnis", sagte der Agent und gab selbiges auch gleich den Freiwilligen beim Landeplatz bekannt.
"Wir sind hier noch nicht fertig", erklärte ihm Zi'ra energisch, "Diese Unterbrechung verzeihe ich Ihnen, aber keine weitere. Haben Sie verstanden?"
"Natürlich, Zi'ra."
"Achten Sie auf eine fließende Form", wies sie ihn an, "Sie denken viel zu eckig, nun, Sie sind eben nur ein Mensch."

Eine Barriere in seinem Imperativ platzte gerade auseinander.
"Dann erklären Sie er mir so, dass ich Mensch es verstehen kann!", verlangte er.
Nicht gut, tödlicher Blick.
Aber dann plötzlich wurde Zi'ras Ähnlichkeit zu Zo'or von Sanftheit abgelöst.
"Gut, das mache ich", nickte sie und streckte ihm eine Handfläche hin.

Sie bot ihm ein Sharing an!

Ron fühlte sich geehrt und legte seine Hand gegen ihre. Und tatsächlich konnte er die Dekoration danach in erstaunlich kurzer Zeit zu Zi'ras Zufriedenheit in lebendigen Wellenmustern anordnen.
Seine nächste Handlung war eine Flucht - sonst käme die Taelon noch auf die Idee, ihm noch etwas zu tun aufzuhalsen.
Bibbernd stand er ohne Mantel vor dem Eingang und sah sich um.
Liam hatte sein Heil offensichtlich ebenfalls in der Flucht gesucht, und auch er ohne seine Jacke.

~~~

Aufgeregt flatterte Scheiana einmal um den Kopf von AlienVibe herum und dann voraus zum Eingang der Botschaft, ohne darauf zu warten oder zu achten, ob die anderen beiden ihr folgten. Stattdessen suchte und fand sie recht schnell den Botschafter, der die letzten Vorbereitungen beaufsichtigte. Aufgeregt umschwirrte sie den Taelon und zirpte laut.

Da'an, irritiert vom Verhalten des kleinen Wesens, wünschte, er hätte die selbe Begabung wie Se'la, um zu erraten, was die kleine Fee mitteilen wollte. Da er aber Vj'an und Se'la mit der Begründung, dass sie dann länger wach bleiben dürften, bis zum Beginn der Feier unter den Energiestrom geschickt hatte, wollte er die beiden jüngsten Taelons nicht vorzeitig wieder aufscheuchen.
Immerhin hatte er sie erfolgreich aus dem Kreuzfeuer der Vorbereitungen entfernt. Also hielt er seine Hand lediglich so, dass das kleine Wesen darauf landen konnte, was selbiges zuerst auch tat, jedoch nur, um einen der Finger des Taelons im Bestreben, diesen irgendwo hin zu führen, zu packen.
"Was ist denn los?", fragte Da'an und folgte Scheiana zum Ausgang, der zum Garten führte.

Unter dem Baum trippelte Veria aufgeregt durch den Schnee.
So etwas hatte sie schon lange nicht mehr erlebt.

"Fiep!", blickte sie hoch zu Vibe und hopste ein paar mal auf der Stelle, bevor sie losrannte, quer durch den verschneiten Garten jagte und es sich schließlich auf Da'ans Schuh gemütlich machte. "Fiep!"
~Siehst du sie? Sie darf doch mitfeiern, ja?~, fragte sie ihn.

Mit leicht zur Seite geneigtem Kopf ging Da'an in die Hocke, um die kleine Maus Veria besser ansehen zu können, und folgte dann ihrem Blick.
Das, was er sah, ließ seine Fassade durchscheinend werden.
'Das kann doch nicht möglich sein!', schoss es ihm durch den Kopf und seine Energiebahnen.
Sehr vorsichtig nahm er Veria auf seine andere Hand, während Scheiana begeistert zurück zu AlienVibe flatterte und auf deren Schulter landete, um beide Arme so weit es ging um deren Hals zu legen.

Mit ehrfürchtigen Schritten ging Da'an auf das auf verschiedene Weise vertraut wirkende Wesen zu und streckte seine nun freie Hand nach diesem aus, hielt mitten in der Bewegung
jedoch inne, ganz als würde er fürchten, es können sich auflösen, wenn er es berühre.

Vibe hüllte das aufgeregte kleine Flügelwesen auf ihrer Schulter behutsam in Sonnenhell und Weiß-Violett, dabei kontinuierlich den Atemrhythmus der Konzentration bemühend.

Sie spürte durch den Boden, dass Da'an - mindestens so unsicher war wie sie selbst ...

Sie überprüfte noch einmal ihre Barriere.

Dann überbrückte sie vorsichtig die Distanz, die noch zwischen ihr und dem Taelon bestand, und beantwortete das, was sie für ein Kontaktangebot hielt, damit, dass sie dessen halb ausgestreckte Hand ihrerseits behutsam mit den Krallenspitzen berührte.
"~Sei gegrüßt, Da'an~", sang sie darüber und mit dem dritten Stimmbandpaar.
"~Es ist mir Ehre, Dir hier gegenüberstehen zu dürfen. Man nennt mich AlienVibe, ich bin Mitglied der Allianz und im Einsatz für einen möglichst raschen und nachhaltigen Erfolg der laufenden Friedensverhandlungen zwischen den Deinen und den Jaridian. Scheiana und Veria habe ich durch freundlichen Zufall kennen lernen dürfen, und sie hielten es für eine gute Idee, mich zu Dir mitzunehmen, worüber ich mich sehr freue."

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08.12.2009 02:13
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AlienVibe Offline
Baumbewohner

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Beitrag: #5
Re:Postplan?
Also die Einteilung gefällt mir und posten kann ich auch gern - wobei ich abwechselnd am besten fände, da wir ja auch alle dran schreiben. Notfalls kann ich aber auch als Einzige posten, wenn Ihr lieber entlastet wäret, oder Ihr teilt's unter Euch auf - diesbezüglich bin ich flexibel.
08.12.2009 09:21
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Scheiana Offline
Kleine Fee

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Beitrag: #6
Re:Postplan?
Ich finde die Stücke so ok... und Posten können wir gerne abwechselnd, solange ich genau weiß wann ich was tun soll ^^


bleibt nur die frage wer fängt an ^^ usw...

Nicht nur die Dunkle Seite hat Kekse!!!
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08.12.2009 12:57
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Veria Offline
Admin, Wandermaus und Baumbewohner

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Beitrag: #7
Re:Postplan?
Wir haben zehn Tage zur Verfügung. Wer möchte zweimal? Oder ich würfel mal Grinsen.

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So recht?

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08.12.2009 13:04
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Scheiana Offline
Kleine Fee

Beiträge: 6.563
Registriert seit: Apr 2010
Beitrag: #8
Re:Postplan?
Ok ...

Nicht nur die Dunkle Seite hat Kekse!!!
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08.12.2009 13:07
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AlienVibe Offline
Baumbewohner

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Registriert seit: Apr 2010
Beitrag: #9
Re:Postplan?
Isses.
08.12.2009 19:17
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Veria Offline
Admin, Wandermaus und Baumbewohner

Beiträge: 8.439
Registriert seit: Apr 2010
Beitrag: #10
Re:Postplan?
Ich muss gestehen, ich hab den Post oben gerade eben geändert. Wir hatten die Befürchtung, dass du nicht rechtzeitig da bist. Naja ... wer möchte?
Veria

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08.12.2009 19:19
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