Hmmm, ich weiß nicht. Titel finden ist eine schwierige Sache. Meistens mache ich es so, das ich die Geschichte anfange zu schreiben und dann einfach irgendwann aufhöre und über den titel nachdenke. Meistens ist die Geschichte so weit in den Grundzügen das ich einen Namen finde. Wobei ich es eher Geschmackssache finde ob englisch oder deutsch. Ich lasse mich erst von dem Titel beeinflussen dann ob englisch oder deutsch. wobei auch ich deutsche Storys leicht bevorzuge, es ist ganz einfach leichter und entspannter zu lesen. Wenn mich aber eine englische Geschichte fesselt, ist mir egal.
Bei kommt es aber vor allem auf die Stärke des Titels an.
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Hier war eine umzugsbedingte Lücke
AlienVibe
30.01.2004, 13:12:00
Die Frage, wie ich auf Titel für meine Geschichten komme, hatte ich mir, ehrlich gesagt, bisher noch nie gestellt - Veria, danke für die Anregung
Dadurch, daß Du den Begriff 'Essenz einer Geschichte' erwähnt hast, ist mir bewußt geworden, daß das eigentlich der Anspruch ist, den ich an Titel für meine eigenen Texte habe - daß sie die Essenz derselben ausdrücken.
Gerecht geworden bin ich dem bisher nach meiner Wahrnehmung nur bei 'Weite Wege' - und das kann ich auch nur im Moment behaupten, denn auch diese Geschichte entwickelt sich ja noch. Bei 'Aveenas Lied' war der Titel plötzlich einfach da, und ich habe ihn nie hinterfragt.
'Friedensmission - Was unterwegs geschah' ist bewußt so offen formuliert - als ich da angefangen habe zu schreiben, hatte ich nicht die leiseste Ahnung, was überhaupt alles passieren wird, es war nur klar, es wird lustig, und zumindest ich könnte im Moment noch nicht sagen, was die Essenz dieser Story ist (abgesehen von ein paar Lehrsätzen für junge Jedis

), dafür ist einfach viel zu viel in Bewegung darin. Hier ist noch wichtig, daß Ihr, Emma und Taoynin, auch über den Titel mit zu entscheiden habt, schließlich schreiben wir ja gemeinsam an dieser Geschichte
Ich stelle gerade fest, daß ich überlegen muß, wie ich eigentlich 'Essenz' genau definiere - ich würde am ehesten sagen, es ist so etwas wie die Botschaft einer Geschichte, die Kernaussage, das eigentliche Thema (mmmhhh, gar nicht so einfach ...), und ich könnte mir vorstellen, daß es Sinn macht, wenn man diese für sich selbst in einem Satz (oder sogar einem Wort?) formulieren könnte - und wenn das gelingt, wäre das halt eine passende Überschrift für eine Geschichte ...
Wenn ich meine bisherigen Titel unter diesem Gesichtspunkt betrachte, dann ist 'Entscheidung' und sogar 'Heiligabend' (womit ich nicht ganz zufrieden war, weil ich das Gefühl hatte, ich habe diese Überschrift nur behalten, weil mir nichts Originelleres einfiel - aber alles, was ich ausprobiert hatte, klang hohl, kitschig oder einfach unstimmig, also blieb es dabei) für die jeweilige Story richtig.
Interessanterweise habe ich die Titel anderer Autor/inn/en noch nie als unstimmig erlebt - sie sagten und sagen immer etwas Wichtiges über den jeweiligen Text, mal im Sinne einer 'Essenz', mal als Zusammenfassung des Geschehens, mal in Form einer Art Meta-Aussage darüber oder in der einer Frage, die dann die Story beantwortet - spannend!
Englische Titel über deutschen Stories sind leider nicht mein Ding. Deutsche und englische Geschichten lese ich gleich gern, und unter einer englischsprachigen Überschrift erwarte ich automatisch auch einen solchen Text und bin dann irritiert, wenn es auf Deutsch weitergeht, genau, wie ich es umgekehrt wäre - es paßt nicht wirklich zusammen für mein Empfinden, was allerdings zugegebenermaßen sehr subjektiv ist.