Die Mary-Sue-Phase hatte ich ebenfalls, und sie entspringt genau der Motivation, die Du, Emma, benennst - je schwieriger gerade die Zeiten waren, desto befähigter waren meine entsprechenden Charaktere ...
Veria, der Test ist witzig und die Seiten, auf die man über die Links kommt, sehr spannend - Danke
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Hier war eine umzugsbedingte Lücke
AlienVibe
21.01.2005, 13:38:00
So, ich bin ab jetzt bis in alle Zukunft dafür entschuldigt, wenn ich Mary Sues schreibe - ich habe mich dem 'Real-People-Mary-Sue-Test unter
http://www.subreality.com/marysu...people.htm
unterzogen und bin ein Borderline-Fall, das heißt, ich bin zur Hälfte selbst eine wandelnde Mary Sue
Kein Wunder, daß Niyan es in dem anderen Test auf sage und schreibe 129 Punkte gebracht hat (im speziellen EFC-Test diesbezüglich allerdings nur mickrige 11 - was mache ich verkehrt?)
Dank all dieser Seiten weiß ich jetzt auch endlich, wie das männliche Gegenstück zu Mary Sue heißt - nämlich Gary Stu.
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Emma
21.01.2005, 15:12:00 Hm, schwierig, schwierig. Ich habe nun auch mal die Mary-Sue-Tests gemacht und zwar sowohl für Gaia, Xo'nay und Stella.
Bei den Tests, zu denen du gelinkt hast, Vibe, komme ich jeweils nur auf maximal 3 Pünktchen. Hiernach ist also keiner von den Charakteren eine Mary Sue.
Bei dem Test von dir, Veria ist es nicht ganz so einfach, außer bei Stella. Da komme ich auf 18 Punkte, also knapp noch eine Non-Sue. Bei ihr kommt viel drauf, weil sie zum Hybrid wurde, aber auch viel wieder weg, weil sie eine ganze Reihe von Flaws hat.
Mit Gaia komme ich auf 20 Punkte, also knapp noch eine Non-Sue. Allerdings hätte sie sehr viel weniger, wenn ich die Sache mit ihrem Namen nicht so streng gehandhabt hätte. Dass sie mal Emma hieß, ist etwas was ich bei der Überarbeitung des Rollenspiels sowieso ändern möchte, da mir das ja noch nie gefallen hat und ich zu Anfang nur dachte es müsse bei diesem Rollenspiel so, dass man mit seinem Baum-Namen teilnimmt. Außerdem ist ihr jetziger Name zwar "mythologisch", aber ich finde ihn nichts desto trotz - oder gerade deswegen ziemlich dämlich. Allerdings ändert meine persönliche Meinung diesbezüglich ja nichts daran, dass es ein Mary Sue-Kriterium bleibt.
Xo'nay hingegen ist ganz klar eine Mary Sue bzw. ein Marty Stu. 44 Punkte, wenn ich berücksichtige, dass ich mich von seinem Namen zum Namen meiner Domaine inspirieren ließ. Liese man jedoch gelten, dass das kein Nickname ist, dann bleiben nur 24 Punkte und zieht man einige Punkte wieder ab, weil ein Taelon nun mal bestimmte Fähigkeiten zwingend hat, käme auch er wieder in den Non-Sue-Bereich. Aber ich glaube kaum, das diese Abzüge gerechtfertigt wären. :-
Mary Sue-Züge habe auf jeden Fall alle drei Charaktere, auch wenn ich mich noch so sehr dagegen wehre! :
Vibe, auch wenn bei dem Test herauskam, dass du eine Borderline-Sue bist, sehe ich keinen Grund die ab jetzt mit Mary-Vibe oder Alien-Sue anzusprechen.
Bei welchem Test kam Niyan denn auf 129 Punkte

Sehr erstaunlich, denn gerechtfertigt kann ich das nicht finden. Man müsste sehr viel mehr dafür abziehen, dass all ihre Fähigkeiten ja auch wieder eine ganze Menge "Flaws" mit sich bringen. Am wichtigsten wäre dabei für mich, dass sie ja nicht wirklich "gut" ist, sondern einfach nur gar nicht anders kann. Ihren freien Willen und ihre Handlungsmöglichkeiten ist dadurch doch sehr stark eingeschränkt und immer wieder kommt auch sehr deutlich zum Vorschein.
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AlienVibe
21.01.2005, 20:12:00
*mußte erst einmal sehr lachen* 'Mary-Vibe' bzw. 'Alien-Sue'
Was Niyan betrifft, finde ich es beruhigend, daß Du, Emma, sie nicht als Mary Sue erlebst. Ich sehe sie eigentlich auch nicht so, allerdings ist das genau ja gegebenenfalls der blinde Fleck ...
Mit dem Test (dem, auf den Verias Link direkt führt) habe ich mich ziemlich schwer getan mit ihr, und zwar genau aus dem Grund, den Du anführst, nämlich weil sie ja nicht im eigentlichen Sinne 'gut' ist, sondern einfach nicht anders kann, als zu sein, wie sie ist. Ich hatte bei unglaublich vielen Fragen dieses 'das zählt aber nicht, weil ...', hatte dabei das Gefühl, wenn ich das deshalb als 'nein' werte, dann ist das auch nicht richtig (in der Erklärung zum Test wurde ja ausdrücklich gesagt, genau das sei ein Fehler) - und so ist sie auf diese enorme Zahl gekommen.
Jetzt könnte ich auch sagen, vielleicht funktioniert dieser Test mit ihrer Spezies nicht - um das zu prüfen, mache ich ihn bei Gelegenheit mit ihr noch einmal und versuche dabei sehr exakt das zu berücksichtigen, was Du schreibst, und die Fragen mit diesen Kriterien im Hinterkopf zu beantworten.
Gegebenenfalls stellt sich dabei heraus, daß ich nicht nur eine Mary Sue, sondern gleich drei Mary-Sue-Rassen entworfen habe - und dazu kann ich dann sehr gut stehen.
Daß Gaia und Stella Non-Sues sind, stimmt für mich unbedingt - dafür hätte es keinen Test gebraucht
Daß Xo'nay ein Gary Stu sein soll, kann ich nicht glauben - er wirkt kein bißchen so! Die Abzüge, die Du anführst, sind auf jeden Fall gerechtfertigt. Wenn Du bei Niyan damit argumentierst, daß sie qua Spezies bestimmte Fähigkeiten (und Flaws) hat, dann gilt das für ihn als Taelon ebenfalls - also hat er die niedrige Punktzahl zu recht.
In einem der Artikel zum Thema, die man über all die Links erreicht, steht, daß jeder selbst erschaffene Charakter Anteile des Selbstes des Autors/der Autorin enthält.
Ich denke, das stimmt - und das finde ich eher spannend als störend, ich habe das Gefühl, daß damit auch die Tatsache zusammenhängt, daß man in einem Rollenspiel eine Menge über sich erfahren kann ...
Worum es bei dem Thema 'Mary Sue/Gary Stu' ja vor allem geht, ist die Vermeidung von Langeweile durch abgenudelte Klischees - und ich bin bei Dir, Emma, selbst mit kritischstem Blick noch keinem begegnet
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Emma
06.02.2005, 20:44:00
Vibe, du hattest ja in einen Beitrag zu Hagazussas Geschichte geschrieben, dass du Interesse daran hättest, das Thema 'Mary Sue' noch etwas weiter zu diskutieren und das möchte ich gerne aufgreifen.
Man sieht ja schon daran, wie schwer wir uns mit den Test tun und wie hoch teilweise die Punktzahl ist, die wir erreichen, dass das Thema nicht ganz so einfach ist, wie es auf den ersten Blick erscheint. Es gibt offenbar große Grenzbereiche und unterschiedliche Interpretationen.
Es ist eben schwierig, weil - wie du sagst - sehr viele Charaktere in einer Geschichte, Identifikationsfiguren der Autorin/des Autors sind. Deswegen finde ich, dass man bei der Mary-Sue-Definition sehr streng bleiben sollte. Danach ist für mein Verständnis nur der zentrale Charakter einer Geschichte eine Mary Sue sein, die absolute Identifiktionsfigur, die alle anderen Charaktere an die Wand drängt und um die sich alles kreist. Sie muss der personifizierte Wunschtraum und so toll sein, dass es für die Lesenden ärgerlich ist. Alles andere sind für mich keine echten Mary Sues - was aber nichts daran ändert, dass auch andere Charaktere Mary Sue-Züge haben können. Und das eigentlich spannende Thema ist deswegen wohl, ab wann das schlimm wird.
Stella zum Beispiel war mir in der kurzen Auftaktgeschichte viel zu Mary Sue-mäßig geraten. Deswegen habe ich mich ab "Hinter den Masken" ganz bewusst von ihr distanziert und ihr Eigenschaften gegeben, die ich gar nicht mag und die ich - zum Glück! - auch nicht habe.
Seit dieser Erfahrung ist mir eine gewisse Distanz zu meinen Charakteren wichtig. Alle - auch die Widerlinge - haben etwas, was ich mag, aber ebenso haben auch alle Charaktere etwas, das ich nicht mag. Und spannenderweise lerne ich am meisten aus den positiven Eigenschaften der Widerlinge und den negativen der "Helden".
Hm, ich könnte jetzt noch viel mehr dazu schreiben, aber ich glaube, ich belasse es jetzt erst mal dabei.