Nickend reichte der Arzt das Blatt an die Schwester weiter, warf vorher jedoch einen kurzen Blick darauf, um den Namen des vor ihm stehenden zu erfahren - Dr. Phillipe Jurong. „Die Schwester wird sich ihr Formular ansehen und wenn alles in Ordnung ist, können Sie zu ihrer Nichte.“
Zustimmend nickte der Mann und warf einen fast schon ungeduldig wirkenden Blick auf die vom Arzt erwähnte Schwester. „Wenn sie sich bitte beeilen könnten, ich möchte meine Nichte nicht noch länger als ohnehin schon geschehen warten lassen.“
Kurz überflog die Krankenschwester das ihr vom Arzt gereichte Blatt, gab ein paar Daten in den Computer ein, welche besagten das um die und die Uhrzeit der und der Besucher zu dem und dem Patienten vorgelassen wurde und nickte dann bestätigend dem jungen Arzt zu.
„Ich danke Ihnen.“ Crusher lächelte der Schwester kurz zu, nahm seinen Kaffee-Becher von der Theke und meinte dann zu dem Asiaten „Bitte, folgen Sie mir.“ Am Ende des Ganges angekommen, wandte er sich nach links in einen schmaleren Flur, der jedoch nach ein paar Metern endete und sich nach links und rechts in einen Gang fortsetzte, der so breit und hell erleuchtet war wie der Eingangsbereich. Crusher folgte dem rechten Gang, bog jedoch bei der nächsten Gelegenheit nach links ab und öffnete eine Glastür auf der linken Seite, die in ein Treppenhaus führte. Doch anstatt die Stufen zu erklimmen, betätigte der Arzt den Fahrstuhl-Knopf und wartete, bis sich die Türen des Aufzugs öffneten. Als es schließlich so weit war, betätigte er den Schalter für das oberste Stockwerk.
Schweigend folgte der in schwarzes Leder gekleidete Mann dem Arzt nach und in den Aufzug hinein. Dort blieb er weiterhin stumm abwartend neben diesem stehen.
Crushers Blick streifte den Asiaten. Die Stille war nichts Ungewöhnliches für ihn, viele Besucher waren mit ihren Gedanken bei einem Patienten, um den sie sich sorgten. Doch in dem Gesicht des Mannes sah der Arzt nicht den Ausdruck, den er erwartet hätte und den er schon oft genug zu Gesicht bekommen hatte. Entweder verstand es Dr. Jurong, seine Gefühle zu verbergen, oder seine anfängliche Sorge und Aufgeregtheit waren nur vorgetäuscht gewesen. - Aber eigentlich ging ihn das gar nichts an. Also fixierte der weiß bekleidete Arzt die Türen des Aufzugs und wartete darauf, dass sie sich öffneten.
„Wie geht es meiner ... Nichte?“, erkundigte sich der bisher still gebliebene Asiat mit interessierter Stimme.
Ein wenig erstaunt - sowohl über die plötzliche Frage als auch über das kurze Stocken darin - hob Doktor Crusher ein Augenbraue, ließ sich aber weiter nichts anmerken sondern verfiel in den gewohnten, professionellen Tonfall. „Sie wurde mit einer Blutung im Gehirn eingeliefert, die sich möglicherweise negativ auf bestimmte Gehirnfunktionen auswirkt. Jedoch lässt sich zu diesem Zeitpunkt noch nichts Genaues über das Ausmaß und die Reversibilität eventueller Schädigungen sagen. Ebensowenig ist vorauszusehen, wann sie das Bewusstsein wiedererlangen wird.“ Die Türen des Liftes glitten auseinander und Crusher ließ dem Asiaten den Vortritt.
Langsam trat der sich als Jurong ausgebende Mann auf den nun erschienen Flur außerhalb der Lifttüren zu und blickte sich kurz in alle Richtungen um, ehe er sich wieder halb dem nun hinter ihm stehenden Arzt zuwandte und eine weitere frage stellte: „Sie wird aber wieder aufwachen oder?“
„Rechts, bitte“, wies der Arzt in neutralem Tonfall an und hielt neben dem Mann gehend direkt auf eine trübe Glastür mit der Aufschrift „Intensivstation“ zu. „Das ist leider nicht mit hundert-prozentiger Sicherheit zu sagen, jedoch ist es bei ihrem Verletzungsmuster sehr wahrscheinlich, dass sie nicht auf unbestimmte, lange, Zeit im Koma liegen wird.“ Es wäre theoretisch sogar möglich, dass die junge Frau innerhalb der nächsten Stunde aufwachte, aber Crusher machte Menschen ungern Hoffnungen, wenn sie schnell wieder zunichte gemacht werden konnten.
Leicht nickte der Mann. „Verstehe … wie lange wird sie noch auf der Intensivstation liegen müssen?“
Das hängt von der Entwicklung ihres Zustandes ab.“ Die Tür zur Intensivstation war, wie immer, verschlossen. Der Arzt nahm seine Codekarte aus einer Tasche seines weißen Kittels und steckte sie in den dafür vorgesehenen Spalt unter der Türklinke. Einen Augenblick später erklang ein leiser Summton und auf einen leichten Druck gegen die Tür öffnete sich selbige. Nachdem er eingetreten war, trug er auf einer Liste, die auf einem kleinen Tisch neben der Tür lag, die Uhrzeit ein und bat den ihn begleitenden Mann, zu unterschreiben. Er selbst war durch seine Codekarte identifiziert und mit Uhrzeit und Datum seines Besuches im System gespeichert.
Aufmerksam beobachtete er was der Arzt tat um in den gesicherten Bereich einzutreten, wobei er seinen Blick nur flüchtig und wie nebenbei über dessen Codekarte fliegen ließ, um dort möglichst alles lesbare zu erhaschen, folgte dem in einem weißen Kittel gekleideten Mann dann und tat was dieser von ihm wollte.
Während der Mann unterschrieb sah Crusher auf einer Liste nach, wo die gesuchte Patientin zu finden war. Danach trat er durch die erste offene Tür auf der rechten Seite des Gangs und wartete, bis der Asiat zu ihm aufgeschlossen hatte. In dem Raum befanden sich drei Betten, zwei davon waren jedoch leer. In dem dritten, dem am nächsten stehenden, lag Miss Winter. „Möchten Sie mit Ihrer Nichte allein sein?“
„Ein Stück weiter den Gang hinunter finden Sie eine Schwester, falls sie etwas brauchen, Fragen haben oder wieder hinaus möchten.“ Mit diesen Worten verließ der Arzt den Raum.
Nachdem der Arzt verschwunden war, trat der sich als Onkel ausgebende, schwarzhaarige Mann, asiatischer Herkunft an das Krankenlager der jungen Frau heran, welche offensichtlich immer noch in tiefer Bewusstlosigkeit lag und lächelte ob des sich ihm bietenden Anblickes zufrieden, ehe er aus einer seiner Innentaschen welche sich in seiner Lederjacke befanden, einen länglichen, in einen weichen Stoff gehüllten Gegenstand hervorholte, welcher gänzlich hervor genommen nicht größer als die Fläche seiner Innenhand war. Kurz warf er einen Blick auf das, was sich innerhalb des kleinen Röhrchens befand, hielt es allerdings so, das es aussehen musste, als würde er nur kurz seine Innenhand mustern und überwand dann anschließend die letzten Schritte des ihm von Krankenbett trennenden Zwischenraums.
Etwas störte sie. Eine leichte Unruhe wollte sich in ihr ausbreiten, doch das funktionierte nicht. Ihre Gedanken liefen langsam und waren verschwommen, undeutlich. Ein störendes Geräusch drang in ihr Bewusstsein. Sie hörte es, doch erst lange Zeit später registrierte sie, dass das Geräusch ein regelmäßiges Piepen war. Noch einmal so lange dauerte es, bis sie sich zu fragen begann, was der Grund jenes Piepens war. Sie konnte es nicht zuordnen. Erst langsam begriff sie, dass sie ihre Augen öffnen könnte. Es gelang ihr nicht. Nach einer ganzen Weile schließlich spürte sie ihren Körper wieder und nun schaffte sie es auch, zögerlich ihre Lider zu heben. Sie sah nichts. Langsam klärte sich ihr Blick, aber auch jetzt traf er nur auf eine weiße Fläche. Das Piepen war immer noch da. Und etwas klebte an ihrem linken Unterarm. Renia stöhnte leise ob der vielen Eindrücke, die auf sie einstürmten und mit denen sie nicht viel anfangen konnte. Der Geruch der Umgebung, Geräusche, Schatten und Muster auf der weißen Fläche über ihr, das Gefühl einer weichen Unterlage... Ohne dass sie es wollte, drehte sich ihr Kopf nach links. Neue Dinge kamen in ihr Blickfeld und im ersten Moment konnte sie nichts davon zuordnen. Alles erschien ihr fremd und ungewohnt, beinahe so, als wäre sie in einer Welt, die sich auf unvorstellbare Weise von der gewohnten Umgebung unterscheidet. Doch daran dachte sie nicht, denn sie wusste nicht, was für sie eine gewohnte Umgebung sein sollte. Verschiedene Dinge wurden aus der bewussten Wahrnehmung ausgeblendet und Renia erkannte auf einmal, dass eine Person vor ihr stand.
Kurz hielt er inne, als er merkte dass die vor ihm liegende junge Frau nun erwachte. Früher als er damit gerechnet hatte ... um einiges früher. Er konnte nur hoffen, das das Mittel das er ihr gegeben hatte, immer noch seinen Zweck erfüllen würde.
Wer war das? War diese Person wegen ihr hier? Was wollte sie? Ein leichter, stechender Schmerz breitete sich in Renias Kopf aus - ein Zeichen vollkommener Überforderung. Es stürmten viel mehr Sinneseindrücke auf sie ein, als ihr Gehirn verarbeiten konnte und dazu kamen noch ihre Gedanken, die ihrerseits Kapazität beanspruchten.
Renia schaute die Person mit einem verständnislosen und fragenden Blick an.
Sein lächeln erweiterte sich, als er die Begriffslosigkeit in den Augen seiner 'Nichte' entdeckte und er gratulierte sich selbst zu seinem gelungenem Schachzug, das mitgebrachte Mittel eingesetzt zu haben. Kurz sah er sich um, auf der Suche nach etwas, das der jungen Frau etwas Linderung ihrer Kopfschmerzen verschaffen würde, konnte jedoch nichts entdecken und so begnügte er sich - ganz der fürsorgliche und besorgte Onkel - ihr die Handfläche seiner linken Hand auf die Stirn zu legen und ihr mit Daumen und Zeigefinger sanft die Schläfen zu massieren. „Endlich bist du wach ...“, murmelte er dabei mit leiser Stimme, sich dabei etwas weiter zu ihr herabbeugend.
Sollte sie die Person - den Mann - kennen? Fragen flossen zäh durch ihren Kopf, doch vorerst genoss sie die schmerzlindernde Prozedur und schloss ihre Augen. Renia hörte zwar die Worte des Mannes, begriff ihre Bedeutung jedoch nicht sofort. Erst als sie ihre Augen wieder öffnete - es war wohl etwa eine Minute vergangen, doch das vermochte sie in ihrem derzeitigen Zustand nicht einzuschätzen - begriff sie, dass der Mann wohl gewartet hatte. Quälend langsam kristallisierte
sich eine klare Frage aus ihren verschwommenen Gedanken heraus. Wer war dieser Mann? Renia öffnete ihren Mund ein wenig, befeuchtete ihre trockenen Lippen mit der Zunge. Kurz zögerte sie, wagte dann jedoch den Versuch, ihre Frage in Worten auszudrücken - was ihr unheimlich kompliziert vorkam. Es bedurfte mehrerer Ansätze,
bis sie ein halbwegs verständliches, fragendes "Wer..." hervorbrachte. Den Rest des Satzes zu formulieren war ihr zu anstrengend, also beließ sie es bei diesem einen Wort und blickte den Mann fragend an. Renia begann damit, sein Gesicht zu mustern, jede Kleinigkeit mit Blicken zu erforschen.
Langsam beugte er sich etwas über die soeben erwachte Person. „Ich bins … dein Verlobter Ro’ ..“, flüsterte er mit leiser, sanfter Stimme.
Die Bewegungen seiner Gesichtsmuskeln beobachtend hörte Renia die Worte des Mannes, verstand sie aber nicht. Das einzige, was sie daraus schloss, war, dass sie ihn wohl eigentlich kennen sollte. Verlobter... Lange Zeit sah sie ihn einfach nur an, bis allmählich die Bedeutung jenes Wortes in ihr Bewusstsein drang, wenn auch nicht in vollem Umfang. Er stand ihr nahe, soviel wusste sie nun. Mühsam gelang es Renia, den soeben genannten Namen auszusprechen. "Ro'..." Der Name sagt ihr nichts, ebenso wie das Gesicht, das eines Fremden war. Obwohl sie sich seine Züge nun eingeprägt hatte, schaute ihn weiterhin an. Jeder Blick zur Seite hätte eine erneute Reizüberflutung zur Folge.
Vorsichtig suchte er sich einen Platz neben ihr auf dem Bett, eine schmale Kante auf welcher er sich, seiner zu spielenden Rolle gemäß, niederlassen konnte. „Ja Renia ich bin es … Ro’ … wie fühlst du dich? Hast du Durst? Soll ich dir etwas zu trinken hohlen?“
Renia war verwirrt. Ihre Gedanken liefen zu langsam, als dass sie sich an viel erinnern konnte, aber Ro' kam ihr definitiv nicht bekannt vor... Erschrecken lag in ihrem Blick, als die Erkenntnis sie traf, dass sie möglicherweise ihr Gedächtnis verloren hatte. Ro's Gesicht rutschte aus ihrem Blickfeld und Renia fxierte wieder die weiße Decke. Das gleichmäßige Piepen drängte zurück in ihr Bewusstsein und die Worte des Mannes waren beinahe schon wieder zu viel für Renia. Ihre Augen schließend stieß sie einen leisen Seufzer aus. Ihr Kopf schmerzte. Dennoch brachte sie ein geflüstertes "Nein" als Antwort zustande, auch wenn sie nur den letzten Teil seiner Frage wirklich verstanden hatte.
Deutlich spürte Renia die Wärme des Körpers des Menschen, der neben ihr saß. Es war ein angenehmes Gefühl - im Gegensatz zu dem Gefühl, dass etwas auf ihrem Arm klebte. Vorsichtig drehte sie ihren Kopf so weit, bis sie ihren linken Arm sehen konnte. Ein Schlauch steckte in ihrem Unterarm. Fragend sah sie das Ding an.
Rasch folgte er ihrem Blick und schüttelte leicht seinen Kopf. "Du liegst auf der Intensivstation Renia ... jedes der hier befindlichen Geräte und auch dieser ... Schlauch hat seinen Sinn."
Immer noch dieses Piepen... Intensivstation? Als sie das hörte, kam Renia das Wort ‚Krankenhaus' in den Sinn, aber damit wusste sie nichts anzufangen. Sie wusste auch nicht, warum Ro' das sagte, was er sagte. Verständnislos blickte sie zu ihm auf.
Er lächelte kurz, als er sah das sie wohl nicht verstand was er da sprach, ihr dabei weiter mit seiner linken Hand beruhigend über die Stirn und die Schläfen streichend. "Keine Angst Renia, alles wird gut ... ich bin ja hier."
‚Alles wird gut...' Das hatte sie schonmal gehört, aber wo? Und wann? Ein Bild tauchte für den Bruchteil einer Sekunde vor Renias geistigem Auge auf, das Bild einer Frau. Doch es verschwand zu schnell wieder. Ohne ihren Kopf großartig zu bewegen schaute sie nach rechts. Die Details der Zimmereinrichtung richteten ein Chaos in ihrem Kopf an und auch Ro' konnte den stechenden Schmerz in ihrem Kopf nicht mehr lindern. Scharf sog Renia die Luft ein, verzog ihr Gesicht und schloss so schnell es ihr möglich war ihre Augen. Übelkeit stieg in ihr auf. Sie wollte weg von diesem Ort. Hilfe suchend wandte sie ihren Blick wieder Ro' zu.
Aufmerksam beobachtete er wie sie sich in dem kleinen Zimmer umzublicken begann und ebenso registrierte er wie alleine schon dies zu viel für ihren angeschlagene Verstand zu sein schien. Jetzt musste er nur noch herausfinden, ob dies ein länger andauernder Zustand sein würde, oder ob sich dies im Laufe der Zeit wieder verbessern würde. Weiterhin dicht bei ihr sitzen bleibend und seine Hand nicht von ihrer Stirn nehmend blieb er still und schweigend sitzen, um ihr ein wenig die Möglichkeit zu geben, sich wieder etwas sammeln zu können.
Renias Blick änderte sich nicht. Sie wartete darauf, dass Ro' etwas tat oder sagte.
„Möchtest du etwas Bestimmtes? Kann ich dir irgendetwas hohlen?“, fragte er mit ruhiger, weicher Stimme.
Sie hätte gerne geantwortet wenn sie gewusst hätte, was er meinte. Aber das Piepen lenkte sie mittlerweile viel zu sehr ab, lange würde sie das nicht mehr aushalten. Ihr Blick wurde flehend, während sie nach den passenden Worten suchte. Renia versuchte, ihren Kopf in die Richtung zu drehen, aus der das Geräusch kam, um die Quelle auszumachen. Doch irgendwie war die Hand auf ihrer Stirn hinderlich.
Langsam und auch ein wenig enttäuscht zog er seine Hand von ihrem Kopf zurück, während er mit fast schon bittender Stimme fragte. "Renia ... Liebes ... was ist denn?"
"Mach...es... aus...", brachte Renia flüsternd in flehendem Tonfall hervor. Des Stechen in ihrem Kopf wurde stärker und auch die Übelkeit nahm zu. Sie fühlte sich kaum noch in der Lage, einen zusammenhängenden Gedanken zu denken.
Fast schon hilflos sah er sie an. Etwas das er nicht einmal vorzutäuschen brauchte, da er wirklich nicht verstand, was sie mit ihren Worten nur meinen könnte. "Was soll ich ausmachen mein Schatz?"
Ro' nun vollkommen ignorierend gab sich Renia alle Mühe, sich halbwegs umzudrehen und aufzurichten, da die Quelle des Geräusches irgendwo schräg hinter ihr sein musste. Sie bekam ihren Kopf immerhin eine Hand breit vom Bett hochgehoben, bevor ihr schwindelig wurde. Renias Kopf fiel zurück auf das Kissen, während die Welt sich viel zu schnell drehte und dabei schwankte und taumelte. Ohne dass sie sich dessen bewusst war, rollte eine Träne über ihre Wange und sie rutschte - ebenfalls unbewusst - näher an Ro' heran.
Besorgt beute er sich weiter über sie, ergriff nun mit seiner rechten Hand ihren linken Arm und versuchte sie wieder sanft zurück auf das Bett und in die Kissen hinein zu drücken. „Bleib liegen bitte … sonst verletzt du dich nur noch mehr.“
Seine Worte hörte Renia gar nicht mehr, sie starrte einfach nur ins Leere ohne etwas zu denken. Selbst die Schmerzen und die Übelkeit nahm sie nicht mehr richtig wahr. Es fühlte sich beinahe so an, als befände sie sich hinter einem Nebelschleier, der alle Wahrnehmungen dämpfte.
Als Ro’ merkte das sie wieder fort glitt und ihn nicht mehr wahrnahm, strich er ihr ein letztes mal sanft über die Stirn und die Schläfen, erhob sich von der Bettkante auf welcher er bisher gesessen hatte und meinte mit leiser Stimme. „Schlaf gut … und erhol dich schnell wieder, soweit du kannst. Ich werde dem Arzt meine Nummer geben, damit er mich anruft wenn du wieder aufgewacht bist.“
Renia schlief nicht ein, sondern verblieb in jenem Zustand. Sie merkte, dass Ro's Wärme auf einmal weg war, danach nahm sie nichts mehr wirklich wahr. Die nächsten Stunden verbrachte sie in einem seltsamen Dämmerzustand. Irgendwann jedoch umfing sie Dunkelheit und sie glitt in einen tiefen Schlaf.
Log DlK 011 ist beendet ...
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