Vielen Dank für das Feedback.
Sky: Das klingt ziemlich gruselig. Ich weiß nicht. Wenn ich nach einer Waffe suchen würde und feststellen müsste, dass ich selbst eine bin, bzw. ein anderer Mensch ... *schauder*
Emma: Wahrscheinlich wird die Pause doch etwas länger.

Ich muss dafür erstmal etwas recherchieren (siehe unter Fanfic-Fragen) und dann bin ich zwei Wochen im Urlaub (ohne Laptop).
So, jetzt das letzte Stück dieses Teils. *schnief* (<-er ist mir irgendwie ans Herz gewachsen.

) Wenn ich Fragen offengelassen habe, die eigentlich in diesem Teil noch beantwortet werden müssten, sagt mir bitte bescheid!
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Das Büro des Companions war leer, als sie sich im Portal materialisierte. Einen Moment blieb sie stehen, dann ging sie langsam zum Fenster hinüber und sah hinaus. New York schien ihm Regen zu ertrinken und der Central Park war nur undeutlich als verwaschene, grüne Fläche zu erkennen. Ihr Blick verlor sich irgendwo in der Ferne.
*Liana?* rief Melanie sanft ihre Seelengefährtin. Seit Will plötzlich auf der Brücke aufgetaucht war, war sie sehr still gewesen, hatte sich ein Stück zurückgezogen und Melanie fast die alleinige Kontrolle überlassen. *Was hast du?*
Die Gefühle, die sie von ihrem anderen Ich empfing, beunruhigten sie. Scham, Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung ...
Melanies Geist berührte Lianas tröstend, doch ihre Seelengefährtin reagierte nicht.
*Liana!* rief sie nun eindringlicher.
Endlich tauchte sie aus der Tiefe empor. *Mach dir keine Sorgen. Ich ... habe nur nachgedacht.*
*Worüber?*
Erst nach langem Schweigen antwortete sie: „Ich kann nicht mehr nach Hause.*
Ihr wurde plötzlich eiskalt. *Was?*
*Ich könnte ihnen nicht mehr in die Augen sehen.*
*Aber du musst zu ihnen zurück! Sie sind deine Familie!*
*Die Chancen, in meine Gegenwart zurückzukehren, sind ohnehin sehr gering. Und außerdem...*
*Was außerdem?* hakte Melanie nach, als sie abbrach, als würde sie nicht die richtigen Worte finden.
*Ich würde dir nie etwas antun.*
Verwirrt wollte sie fragen, was Liana meinte, doch etwas berührte sie am Arm und schreckte sie auf. Als sie den Blick hob, sah sie in Re’shas fragendes Gesicht.
„Verzeihen Sie bitte, ich wollte sie nicht erschrecken. Sie schienen ... in Gedanken versunken.“
Sie bemühte sich zu lächeln. „Schon gut. Ich war wirklich etwas geistesabwesend.“
„Darf ich fragen, was Sie so beschäftigt?“
Die überirdisch blauen Augen schienen in sie hinein zu sehen und sie wurde zunehmend nervös. „Ich ... dachte darüber nach, warum dieses Amt neu besetzt wird. Und warum gerade jetzt.“
Er richtete seinen Blick an ihr vorbei aus dem Fenster. Einen Augenblick lang schien auch er etwas gedankenverloren, doch dann sah er sie wieder an und neigte den Kopf leicht zur Seite. „Vielleicht war es Zeit für eine Veränderung.“
Nach einer Pause fragte sie: „Warum haben Sie mich ausgewählt?“
„Weil ich Sie für sehr kompetent halte.“
Ihr entfuhr ein verächtliches Schnauben. „Sie haben meine Akte gelesen. Bei meiner Vorgeschichte hätte es mich nicht gewundert, wenn ich mein Leben lang Sandovals Assistentin geblieben wäre.“
„Warum? Weil Sie einige Zeit als ‘psychisch labil’ eingestuft wurden?“
„Sie haben ein gutes Gedächtnis.“
Re’sha sah sie lange an und schüttelte dann unmerklich den Kopf. „Sie haben etwas erlebt, dass Sie am Boden zerstörte. Dass Sie es dennoch überstanden haben, ist kein Zeichen für psychische Labilität. Im Gegenteil. Zwar bin ich noch nicht lange auf Ihrem Planeten und kenne Sie erst seit kurzem, aber ich könnte mir keinen anderen Menschen vorstellen, dem ich mein Leben lieber anvertrauen würde.“ Damit wandte er sich ab, ging zu seinem Stuhl und ließ sich darauf nieder. Sie verfolgte seine Bewegung schweigend. Was konnte man erwidern, wenn jemand einem so bedingungslos sein Leben anvertraute? Und was sah er in ihr, dass er ihr in solchem Maße vertraute? Ihre Frage hatte er nicht wirklich beantwortet. Es gab kompetentere Leute, die sich um diesen Job gerissen hätten und die nicht erst seit wenigen Wochen für die Companions arbeiteten. Die Auswahl war riesig, also warum wählte er ausgerechnet sie? Nun, vielleicht würde sie zu einem späteren Zeitpunkt eine befriedigendere Antwort bekommen.
„Wir sollten uns darüber unterhalten, welche Aufgaben Ihre neue Arbeit beinhaltet“, meinte er und riss sie damit schon zum zweiten Mal in kurzer Zeit aus ihren Gedanken.
Sie nickte und verließ ihren Platz am Fenster.
Ende von Teil 5