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Black Out (Visionen 5)
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Marian
Gast

 
Beitrag: #21
 
Vielen Dank! Freuen

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Gedankenverloren folgte er den zwielichtigen Gängen des Mutterschiffes. Der Plan war zweifellos banal, doch effektvoll. Jetzt galt es nur noch, den Verdacht in die richtige Richtung zu lenken und ein Urteil der Synode abzuwarten. Selbst wenn die Menschen zu schwach waren, über einen Taelon das Todesurteil zu verhängen, die Synode schreckte davor nicht zurück. Das hatte er an Rho’ha gesehen. Natürlich wünschte er seinem Artgenossen nicht den Übergang zur nächsten Ebene, doch wenn dies der Preis war, Zo’or zu schützen ...
Außerdem hatte Da’an sich freiwillig von seiner Spezies abgewandt! Es war ihm unbegreiflich, wie sich ein Taelon jemals dazu erniedrigen konnte, sich mit einem Menschen zu vereinigen! Allein der Gedanke widerte ihn an. Es bestanden so viele Unterschiede zwischen ihren Spezies ... nicht nur, dass die Taelons hauptsächlich aus Energie und die Menschen aus Kohlenstoffverbindungen bestanden, sie befanden sich auch geistig auf zwei völlig verschiedenen Ebenen! Menschen verhielten sich oft so irrational ... vor ihrer Ankunft hatten sie einen eindeutigen Kurs der Selbstzerstörung eingeschlagen. Doch Da’an hatte dazu nur gemeint: „Jedes Volk muss lernen.“ In der Tat. Es gab so einiges, was diese Wesen zu lernen hatten.
‘Selbstständiges Denken zum Beispiel’, dachte er, während er an einem Freiwilligen vorbeikam.
Als er Zo’ors Quartier erreichte, öffnete er mit einer grazilen Armbewegung die Wand aus lebendem Material und trat ein. Der Führer der Taelonsynode stand am Fenster und betrachtete die Sterne. Wann hatte er sich diese Angwohnheit seines Elternteils zueigen gemacht?
„Was willst du?“ fragte Zo’or unfreundlich, ohne sich umzudrehen.
To’ar musste lächeln, verbarg es jedoch hinter seiner bewegungslosen Maske und trat neben ihn ans Fenster. „Die Menschen, die den Mord an Dr. Reed untersuchen, haben unsere Unterstützung erbeten. Sie möchten, dass ein Taelon den Leichnam auf Energiemuster untersucht.“
„Ausgezeichnet“, erwiderte der jüngere Taelon kalt. „Du weißt, was du zu tun hast.“
Um To’ars Mundwinkel zuckte ein spöttisches Lächeln. „Natürlich. Es war mein Plan.“ Er neigte sich etwas nach vorne, um in das Gesicht des anderen Taelons sehen zu können. „Du hegst doch keine Zweifel, oder?“
Zo’or wandte sich ihm mit einem wütenden Gesichtsausdruck zu. „Du würdest deinen Chi’ma’hé bestimmt ohne Zögern in die Leere schicken!“
„Wenn es die Situation erforderlich macht ...“
„Woran bewertest du das!?“
To’ar sah ihn eindringlich an. „Ich glaube daran, dass du unsere langfristigen Pläne verwirklichen und unsere Spezies vor dem Untergang bewahren kannst. Die Rettung unserer Spezies hat für jeden einzelnen Taelon oberste Priorität, somit hat in diesem Fall die Erhaltung deines Status’ für mich die oberste Priorität. Dein Chi’ma’hé dagegen ist entbehrlich. Er hat Großes für unsere Art geleistet, doch seine Tage sind vorüber und deine sind angebrochen! Es mag dich schmerzen ihn zu verlieren ...“
„Er bedeutet mir nichts“, unterbrach ihn Zo’or trotzig.
Eine Lüge, das war dem älteren Taelon durchaus bewusst. Er und Da’an mochten sich voneinander entfernt haben, doch er bezweifelte, dass der Synodenführer nur Abscheu für seinen Chi’ma’hé empfand. Blieb zu hoffen, dass er nicht im falschen Augenblick seine Symphatie für ihn wieder entdeckte. „Dann sind wir einer Meinung.“
„Das mag momentan der Fall sein.“
Ein hintergründiges Lächeln umspielte To’ars Mund. „Du wirst bald eine Versammlung der Synode einberufen können, um den Fall zu behandeln.“
„Es wird mir ein Vergnügen sein“, meinte der junge Taelon kühl. Doch er konnte nicht verhindern, dass sich eine Spur Bitterkeit in seine Stimme mischte.


Forstetzung folgt
31.12.2000 02:04
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Sky
Gast

 
Beitrag: #22
 
Toll, es wird immer spannender. *freu* Wieder ausgezeichnet geschrieben. Großes Lob.

Tut mir leid, daß ich so spät dran bin, Emma und ich hatten noch etwas zu erledigen. *g*
31.12.2000 12:44
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Anne
Gast

 
Beitrag: #23
 
Oh Gott Zo'or wird doch nicht daß tun wollen, was ich gerade denke.....Verwirrt

Lächeln Marian schreib schnell weiter!!!
31.12.2000 12:49
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Emma Offline
Baumbewohner

Beiträge: 8.746
Registriert seit: Apr 2010
Beitrag: #24
 
Oje, Armer Da'an Traurig Ich bin sehr gespannt, wie Du ihn aus dieser Situation wieder befreist. Ansonsten: Toll wie immer! Lächeln
31.12.2000 13:46
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ehla
Gast

 
Beitrag: #25
 
...ich komme viel zu selten hierher. Gerade erst habe ich die Gechichte gelesen und bin völlig begeistert. Absolut wunderbar! Ich kann gar nicht abwarten, die Fortsetzung zu erfahren!
31.12.2000 14:01
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Marian
Gast

 
Beitrag: #26
 
Vielen Dank! Freuen

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Der Companion wirkte in dem Büro des Detective völlig deplaziert. Er schien sich auch nicht besonders wohl zu fühlen. Zumindest wirkte es so auf Liam, dem gestattet worden war, der Befragung beizuwohnen.
„Nun, Da’an“, Weasley schaltete das Diktiergerät ein, „Sie haben sich mit Dr. Reed nur wenige Stunden vor seinem Tod unterhalten. Worum ging es in dem Gespräch?“
„Es ging um das Projekt, mit dem ich den Doktor beauftragt hatte.“
„Die Entwicklung eines Mittels zur Steigerung der Denkfähigkeit?“
„Das ist richtig.“
„Gab es Schwierigkeiten mit dem Projekt? Lief es vielleicht nicht so, wie es sollte?“
„Nicht dass ich wüsste. Ich war mit Dr. Reeds Arbeit durchaus zufrieden.“
Der Detective sah den Alien durchdringend an. „Warum haben Sie das Gespräch dann hinter verschlossenen Türen geführt?“
Der Taelon erwiderte seinen Blick schweigend. Weasley sprang auf und schlug mit der flachen Hand auf den Tisch. „Verdammt, Da’an, worüber haben Sie gesprochen?!“
„Das sagte ich Ihnen bereits.“
„Ich will es aber genau wissen!“
Da’an verlor einen Moment lang die Kontrolle über seine Fassade. Dann sah er den Detective ausdruckslos an. „Tut mir leid, die Synode hat mich angewiesen, darüber zu schweigen.“
„Es handelt sich hier um einen Mordfall!“ Weasley schrie beinahe.
„Soweit ich weiß habe ich das Recht, die Aussage zu verweigern“, erwiderte Da’an ruhig.
„Dann wollen Sie wahrscheinlich auch nicht die Frage beantworten, wo Sie am 8. Oktober zwischen halb eins und zwei Uhr nachts waren.“
Der Companion antwortete nur mit einem stummen Blick. Der Detective starrte wütend zurück, während Liam im Stillen dachte: ‘Durch sein Schweigen schaufelt er sich sein eigenes Grab.’

***

„Das können Sie doch nicht wirklich glauben!“ Boone musste sich Mühe geben, nicht die Fassung zu verlieren. Der Detective jedoch stellte sich taub.
„Alle Beweise sprechen gegen ihn. Der Taelon-Wissenschaftler hat eindeutig Spuren seines Energiemusters an der Leiche gefunden.“
„Welches Motiv soll er denn bitte haben?“
„Wer weiß, vielleicht haben Sie sich gestritten.“ Weasley zuckte die Achseln und drückte seine zigarette im Aschenbecher aus.
„Sie meinen, er habe im Affekt getötet? Das halte ich bei einem Taelon für unmöglich. Zumindest bei diesem!“
„Können Sie sich da so sicher sein?“
Boone seufzte resigniert. „Wissen Sie noch, als er vor fast zwei Jahren entführt und gefangengehalten wurde? Ich habe ihn damals gesehen! In dieser Situation hätte er allen Grund gehabt, seine Entführer im Affekt zu töten, aber er hat es nicht getan! Taelons kennen nicht solch heftige Gefühle, dass es sie zu einem Mord treiben würde!“
„Nun, vielleicht wollte ja Dr. Reed mit Informationen an die Öffentlichkeit gehen, die Da’an um jeden Preis geheim halten wollte? Das würde auch erklären, warum er die Aussage verweigert hat!“
„Meinen Sie wirklich, er hätte ihn selbst umgebracht, wenn dies der Fall wäre? Warum hätte er so eindeutige Spuren hinterlassen sollen?“
„Die Beweise sprechen gegen ihn“, wiederholte Weasley stur.
Boone schüttelte den Kopf. Das durfte doch einfach nicht wahr sein! Ohne sich zu verabschieden verließ er das Büro und kurz darauf das Gebäude. Während er in sein Auto stieg und los fuhr, schweiften seine Gedanken zurück zu dem Prozess gegen Rho’ha. Das menschliche Gericht hatte ihn freigesprochen. Die Taelon-Synode jedoch hatte das Todesurteil über ihn verhängt. Ein Schauder lief ihm den Rücken hinunter, wenn er daran dachte, wie es seinem Companion wohl ergehen würde. Er benahm sich seltsam in letzter Zeit. Was war nur mit ihm los? Hatte er ebenfalls an irgend einem Experiment teilgenommen, das ihn verändert hatte?
Egal, was es war, er würde nicht zulassen, dass Da’an das selbe Schicksal ereilte wie Rho’ha! Nur würde ihm genug Zeit bleiben, die Unschuld des Companions zu beweisen?


Forstetzung folgt

Ich wünsche euch einen guten Rutsch ins neue Jahrtausend! Lächeln
31.12.2000 16:03
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Emma Offline
Baumbewohner

Beiträge: 8.746
Registriert seit: Apr 2010
Beitrag: #27
 
Dieser Weasley ist ein Hund! Wie kann er es wagen MEINEN Da'an so anzuschreien. *ist außer sich* Okay, okay unseren Da'an Zwinkern
Ein toller Teil und ich bin sehr gespannt, wie Boone Da'an zum Reden bringt. Lächeln
Auch Dir eine wunderschöne Silvesternacht!
31.12.2000 19:08
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ImmieSalandra
Gast

 
Beitrag: #28
 
Wir haben es jetzt innerhalb von zwei Stunden geschafft Pizza zu backen! Und sowas will mal Beschützer oder Wissenschaftler werden! Na, wir finden die Story perfekt sind angetrunken und wünschen euch einen guten Rutsch! Grinsen

*Rülps*

Je und Ghani (Ok, nur Ghani, JE futtert Pizza)
31.12.2000 23:25
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Anne
Gast

 
Beitrag: #29
 
wieder tollLächeln

Wünsche euch noch einen schönen Tag,Lächeln wenn möglich ohne jegliche NachwirkungneTeufel
01.01.2001 14:14
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Marian
Gast

 
Beitrag: #30
 
Danke! Lächeln Heute abend kommt noch ein längeres Stück, aber dann gibt es erst nach dem 6.1. wieder etwas. Ich besuche nämlich Ma'hal in seiner Botschaft. *hüpf, spring, freu* Lächeln

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„Sie haben WAS getan?“ Er konnte es einfach nicht fassen.
Liam sah ihn vom Bildschirm seines Globals herausfordernd an. „Wir brauchen Zeit, um seine Unschuld zu beweisen. Wollen Sie etwa zusehen, wie ihn die Synode dazu zwingt, auf die nächste Ebene überzugehen?“
„Natürlich nicht. Aber ihn praktisch zu entführen ...“ Boone schüttelte ungläubig den Kopf.
„Ich wollte ihn in Sicherheit bringen“, verteidigte sich der junge Beschützer.
„War er denn damit einverstanden?“
„Ich konnte ihn davon überzeugen, zumindest für ein paar Tage unterzutauchen.“
Er konnte sich lebhaft vorstellen, wie das „Überzeugen“ ausgesehen hatte. Da’an war momentan wahrscheinlich nicht einmal in der Lage, sich gegen die Argumente des Majors zu wehren. „Die Synode hatte ihn also bereits aufs Mutterschiff bestellt?“
„Das sagte ich doch“, meinte Liam ungeduldig. „Sie hätten ihn gerichtet und zum Tode verurteilt, bevor wir irgend etwas hätten unternehmen können!“
Boone rieb sich die Stirn. Ihn plagten wieder einmal Kopfschmerzen und dazu auch noch Sorgen um Da’an. Was auch immer mit ihm los war, er schien zur Zeit den Energiestrom häufiger zu benötigen als sonst. „Wo haben Sie ihn überhaupt hingebracht?“
Der junge Companion-Beschützer fing an zu grinsen. „In Sicherheit.“
„Doch nicht zu Augur? ... Nein!“ Wieder schüttelte er ungläubig den Kopf.
„Warum nicht?“
„Was sagt er denn dazu?“
„Augur? Er ist nicht sonderlich begeistert.“ Liam warf einen Blick auf jemanden außerhalb des Bildes. Wahrscheinlich gestikulierte der Hacker gerade wild, um ihm begreiflich zu machen, was er davon hielt, einem Taelon Asyl gewähren zu müssen.
„Kann ich mir vorstellen. Hören Sie, ich bin in einer halben Stunde bei Ihnen.“
„In Ordnung. Kincaid Ende.“


Fortsetzung folgt
01.01.2001 14:35
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