Vielen Dank!
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Der Companion wirkte in dem Büro des Detective völlig deplaziert. Er schien sich auch nicht besonders wohl zu fühlen. Zumindest wirkte es so auf Liam, dem gestattet worden war, der Befragung beizuwohnen.
„Nun, Da’an“, Weasley schaltete das Diktiergerät ein, „Sie haben sich mit Dr. Reed nur wenige Stunden vor seinem Tod unterhalten. Worum ging es in dem Gespräch?“
„Es ging um das Projekt, mit dem ich den Doktor beauftragt hatte.“
„Die Entwicklung eines Mittels zur Steigerung der Denkfähigkeit?“
„Das ist richtig.“
„Gab es Schwierigkeiten mit dem Projekt? Lief es vielleicht nicht so, wie es sollte?“
„Nicht dass ich wüsste. Ich war mit Dr. Reeds Arbeit durchaus zufrieden.“
Der Detective sah den Alien durchdringend an. „Warum haben Sie das Gespräch dann hinter verschlossenen Türen geführt?“
Der Taelon erwiderte seinen Blick schweigend. Weasley sprang auf und schlug mit der flachen Hand auf den Tisch. „Verdammt, Da’an, worüber haben Sie gesprochen?!“
„Das sagte ich Ihnen bereits.“
„Ich will es aber genau wissen!“
Da’an verlor einen Moment lang die Kontrolle über seine Fassade. Dann sah er den Detective ausdruckslos an. „Tut mir leid, die Synode hat mich angewiesen, darüber zu schweigen.“
„Es handelt sich hier um einen Mordfall!“ Weasley schrie beinahe.
„Soweit ich weiß habe ich das Recht, die Aussage zu verweigern“, erwiderte Da’an ruhig.
„Dann wollen Sie wahrscheinlich auch nicht die Frage beantworten, wo Sie am 8. Oktober zwischen halb eins und zwei Uhr nachts waren.“
Der Companion antwortete nur mit einem stummen Blick. Der Detective starrte wütend zurück, während Liam im Stillen dachte: ‘Durch sein Schweigen schaufelt er sich sein eigenes Grab.’
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„Das können Sie doch nicht wirklich glauben!“ Boone musste sich Mühe geben, nicht die Fassung zu verlieren. Der Detective jedoch stellte sich taub.
„Alle Beweise sprechen gegen ihn. Der Taelon-Wissenschaftler hat eindeutig Spuren seines Energiemusters an der Leiche gefunden.“
„Welches Motiv soll er denn bitte haben?“
„Wer weiß, vielleicht haben Sie sich gestritten.“ Weasley zuckte die Achseln und drückte seine zigarette im Aschenbecher aus.
„Sie meinen, er habe im Affekt getötet? Das halte ich bei einem Taelon für unmöglich. Zumindest bei diesem!“
„Können Sie sich da so sicher sein?“
Boone seufzte resigniert. „Wissen Sie noch, als er vor fast zwei Jahren entführt und gefangengehalten wurde? Ich habe ihn damals gesehen! In dieser Situation hätte er allen Grund gehabt, seine Entführer im Affekt zu töten, aber er hat es nicht getan! Taelons kennen nicht solch heftige Gefühle, dass es sie zu einem Mord treiben würde!“
„Nun, vielleicht wollte ja Dr. Reed mit Informationen an die Öffentlichkeit gehen, die Da’an um jeden Preis geheim halten wollte? Das würde auch erklären, warum er die Aussage verweigert hat!“
„Meinen Sie wirklich, er hätte ihn selbst umgebracht, wenn dies der Fall wäre? Warum hätte er so eindeutige Spuren hinterlassen sollen?“
„Die Beweise sprechen gegen ihn“, wiederholte Weasley stur.
Boone schüttelte den Kopf. Das durfte doch einfach nicht wahr sein! Ohne sich zu verabschieden verließ er das Büro und kurz darauf das Gebäude. Während er in sein Auto stieg und los fuhr, schweiften seine Gedanken zurück zu dem Prozess gegen Rho’ha. Das menschliche Gericht hatte ihn freigesprochen. Die Taelon-Synode jedoch hatte das Todesurteil über ihn verhängt. Ein Schauder lief ihm den Rücken hinunter, wenn er daran dachte, wie es seinem Companion wohl ergehen würde. Er benahm sich seltsam in letzter Zeit. Was war nur mit ihm los? Hatte er ebenfalls an irgend einem Experiment teilgenommen, das ihn verändert hatte?
Egal, was es war, er würde nicht zulassen, dass Da’an das selbe Schicksal ereilte wie Rho’ha! Nur würde ihm genug Zeit bleiben, die Unschuld des Companions zu beweisen?
Forstetzung folgt
Ich wünsche euch einen guten Rutsch ins neue Jahrtausend!